Laufanfänger – Runter von der Couch … oder: Wann bin ich kein „Anfänger“ mehr?


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Wann verliert man eigentlich seinen Laufanfänger-Status?

Denkt Ihr manchmal auch: „Jetzt laufe ich schon seit über 2 Jahren und poste noch immer meine Ergebnisse in die Laufanfängerguppe bei Facebook! Wann hört das mit dem Laufanfängerstatus eigentlich auf?“ Ja. Die Frage stelle ich mir manchmal auch. Ich laufe wirklich schon seit über 2 Jahren regelmäßig. Klar, wenn mir nach den ersten Läufen die Zunge aus dem Hals hängt, und wenn mein Lauf immer noch aus vielen Gehphasen besteht, dann ist die Bezeichnung „Laufanfänger“ durchaus gerechtfertigt. Aber wie ist das, wenn ich meinen ersten 5- oder 10-Kilometerlauf absolviert habe? Bin ich dann immer noch ein Anfänger? Hat das etwas mit Streckenlänge zu tun oder etwas mit den Jahren, in denen ich schon meine Laufschuhe schnüre? Wenn meine Pace nach zwei Jahren bei 8 min./km liegt: bin ich dann immer noch ein Anfänger?

Mal Laufanfänger – mal ambitionierter Hobbyläufer (je nach Tagesform)

Die Antwort auf die Frage fällt nach jedem Lauf anders aus. Je nach Tagesform. An manchen Tage fühle ich mich nach den ersten Kilometern schon dermaßen überanstrengt, dass ich denke, ich hätte gerade erste mit dem Laufen begonnen. Dann bin ich froh, wenn die Strecke bald geschafft ist, bevor sie mich schafft und sie nicht ganz so lang ist, wie an anderen Tagen. Zu anderen Zeiten läuft es wie am Schnürchen, und ich laufe noch einige Umwege, wenn ich merke, dass da heute noch mehr geht, als nur meine übliche Hausstrecke. Ich ein „Anfänger“? Niemals. Nein. Ich sollte mich langsam mal um meine Marathonanmeldung kümmern. Je nach Tagesform fühle ich mich mal so oder so.

Definition „Laufanfänger“?

Was macht einen Laufanfänger eigentlich aus? Welche messbaren Faktoren will man anwenden, um definieren zu können, wer ein Laufanfänger ist oder nicht? Außerdem kommt es doch sehr auf die Perspektive an, aus der man bestimmen will, wer ein blutiger Anfänger ist und wer nicht, oder? Aus der Sicht eines erfahrenen Läufers, der seit 20 Jahren jährlich auf die Marathonstrecke geht, gehöre ich aus seiner Sicht mit Sicherheit zu einem Laufanfänger. Da reißt es  mein erster Halbmarathon nach 2 Jahren „Läuferkarriere“ auch nicht mehr raus. Umgekehrt sieht man mich schon als halbwegs ambitionierten Läufer, wenn man selbst „nur“ ein- oder zweimal in der Woche ein halbes Stündchen „joggt“, um nicht einzurosten.  Es kommt also immer auf den eigenen Blickwinkel an. Ich würde sagen, dass die einzige messbare Komponente die Anzahl der Jahre ist, in denen man regelmäßig läuft, wobei „regelmäßig“ auch ein weit auslegbarer Begriff ist. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Ein Leben lang Laufanfänger

Streng genommen bleibe ich ein Leben lang ein Laufanfänger, nämlich jedes Mal dann, wenn ich zwei Mal in der Woche meine Schuhe schnüre und zu „laufen anfange“. Das mag für den einen oder anderen „Ambitionierten“ komisch klingen. Eine Abgrenzung zu allen anderen Läuferinnen und Läufern, die regelmäßig auf ihre Strecke gehen, wird aber Keinem gerecht. Motivationen und Ziele sind einfach zu individuell, als dass sich mit Begrifflichkeiten zum „Laufstatus“ wie Anfänger(in), Ambitionierte(r), Semi-Professionelle(r) u.a. eine objektive Abgrenzung vornehmen ließe. Oft genug halten sich die, die wöchentlich oder täglich viele Kilometer reißen und dabei Geschwindigkeiten an den Tag legen, dass einem schlecht wird, selbst noch für Anfänger. Angesichts der (teils abartigen) Ziele, die diese vor Augen haben, mag das zutreffen, untermauert aber wiederum nur die Theorie der Perspektive, aus der man solche Definitionen vornimmt.

Sei einfach eine Läuferin und ein Läufer

Wer sich ernsthaft Gedanken um seinen „Anfängerstatus“ als Läuferin oder Läufer macht, kann beruhigt sein: Mir ist kein Kriterienatalog bekannt, aus dem sich eine solche Definition ableiten ließe. Lauft, wie es Euch Spaß macht! Lauft schnell oder langsam, kürzer oder länger, auf dem Mittelfuß oder auf der Ferse! Im Wald oder auf der Heide! Seid einfach Läuferinnen und Läufer und kümmert Euch nicht darum, wie andere Euch und Eure Laufleistung  betiteln. Schließlich lauft Ihr für Euch selbst. Jedes Mal fangt Ihr dabei wieder neu an. So gesehen, bin ich immer wieder gerne ein Laufanfänger. Wie seht Ihr das? Ich freue mich über Eure Kommentare und Meinungen.


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1 comment

  1. Eddy - Antworten

    Den aus meiner Sicht wichtigsten Satz hast Du im letzten Absatz geschrieben: „Lauft, wie es Euch Spaß macht!“ Danke dafür! In diesem Sinne: keep on running! 🙂

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