„Rock my soul“ in the Pestalozzi-Halle

Mega-Chorkonzert

35 Jahre Chorgemeinschaft – 40 Jahre Wolfgang Tropf



Modernes Repertoire ermöglicht  auch „Chormuffeln“ Zugang zum Singen

30 Songs plus Zugabe, dargeboten von 500 Sängern der Chorgemeinschaft Liederhalle Karlsdorf, MGV Frohsinn Neudorf, Sängerbund Wiesental, Eintracht Bad Langenbrücken, Fidelia Oberhausen und der Sängereinheit Nussloch. Anlass war das 40jährige Chorleiter-Jubiläum von Wolfgang Tropf, der bereits -Zitat- „im zarten Alter von 17 Jahren“ die Leitung beim MGV Frohsinn übernahm.

Die wichtigste organisatorische Nachricht des Abends war die Fertigstellung und Freigabe der Toiletten in der Halle. Damit ist endgültig Schluss mit den Freiluftausflügen bei frostigen Temperaturen. Einzig die Rollstuhlfahrer müssen sich noch etwas gedulden.

Die KIDS eröffneten den Chorreigen. Mit dabei Anna Kendricks berühmter CupSong aus dem Film PitchPerfect. Klassisches und Modernes wechselten sich in der Folge ab und boten der vollbesetzten Halle einen runden Mix aus zahlreichen Stilrichtungen. Wolfgang Tropf gelingt es bis heute,  Jung und Alt für den Chorgesang zu begeistern. Dies nicht zuletzt deshalb, weil er mit der Hinzunahme  moderner Songs das Repertoire immer mehr erweitert und so auch den vermeintlichen „Chormuffeln“ einen Zugang zum Singen ermöglicht.

Ungewohnte afrikanische Klänge

Eindrucksvoll bewies Wolfgang Tropf das Können seiner Truppe mit dem afrikanischem Sound von „Dry your tears, Africa“. Händereibend, fingerschnippend und Schenkel schlagend simulierten die Chöre in „La-Ola-Wellen-Technik“ den einsetzenden Regen. Ich fühlte mich kurzzeitig in den Dschungel versetzt. Mit dem donnernden Hüpfen der Sängerinnen und Sänger fand das „Unwetter“ seinen akustischen Höhepunkt, bevor der Regen genauso schnell wieder nachließ und afrikanischer Gesang den Raum füllte. Zum Afrikathema passten dann auch die Songs „Der ewige Kreis“ und „Die Sonne Nubiens“, die einmal einen ganz anderen Hörwinkel auf das Musicalthema boten.

Ein Highlight kündigt sich an 

Ein weiteres Highlights war „Big Spender“. Diesen Song präsentierte der Frauenchor außergewöhnlich ideenreich, zählt das Lied doch zu einem Kunstwerk, das bereits vielfältig interpretiert wurde. Diese Chorinterpretation hat es in sich und bleibt als „Special“ bestimmt unvergessen. Wolfgang Tropf nutzte diesen Song, um schon jetzt für das Highlight des kommenden Jahres zu werben. Thema: New York ~ New York.

Die Interpretationen von Songs der der Schlagertruppe ABBA trugen zum gelungenen Abend genauso zum Erfolg bei, wie die gesangliche Interpretation kirchlichen Liedguts wie z.B. das „Vater unser“. Dem kürzlich verstorbenen Leonhard Cohen widmete Tropf schließlich den Song „Halleluja“ in memoriam.

Gospelsound und Dudelsack – Vielfalt ist Trumpf

Mit dem gospeligen „Amen“ und dem Klassiker „Highland Cathedral“, bei dem der typische Dudelsacksound auf gar keinen Fall fehlen darf, schuf Wolfgang Tropf das runde Ende eines außergewöhnlichen Events, das an Vielfältigkeit kaum zu überbieten war.

Mit dem Repertoire der Chöre hätten sich mit Sicherheit viele weitere Stunden füllen lassen. Doch angesichts der vorangeschrittenen Uhrzeit steuerte der Abend dennoch seinem unausweichlichen Ende entgegen.

Die inoffizielle Hymne Südafrikas „Shosholosa“, die bereits im Laufe des Abends schon für Begeisterung sorgte, leitete endgültig das Finale Furioso ein, das uns mit dem fetzigen „Rock my soul…“ und  „Highland Cathedral“ dann schließlich doch nach mehr als 4 Stunden mit einem gehörigen Ohrwurm soulig in den späten Abend entließ.


Bildnachweis / Video: (c) Daniel Bär / Beitragsbild: pexels.com/de lizenzfrei

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