Weisheitszahn-OP & Laufen


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Laufen nach Weisheitszahnentfernung?
(ersetzt den Blogbeitrag:“Laufen im Urlaub“)

„Der Weisheitszahn muss heute noch raus!“ So hieß es vor 10 Tagen, als ich wegen großer Zahnschmerzen bei meinem Zahnarzt aufschlug. Zwar nicht am gleichen Tag, doch schon tags darauf lag ich auf dem Zahnarztstuhl der chirurgischen Praxis.

Übrigens:  Ich hatte an dieser Stelle einen kleinen Beitrag zum Thema „Laufen im Urlaub“ geplant.

Jetzt bin ich gezwungenermaßen auf ganz andere Themen fokussiert, denn die unerwartete und nicht ganz komplikationslose Entfernung meines Weisheitszahns nervt mich tierisch. Denn meine Laufaktivitäten sind deswegen erheblich eingeschränkt. Aus meinem selbstbewussten Getöne im Büro vor der OP:  „Kein Problem, ich komme morgen wieder arbeiten!“ wurden drei  schmerzhafte Krankheitstage mit Kühlakku an der Backe, einem Antibiotikum – dessen Einnahme total unnötig war, wie sich später herausstellte – und kiloweise IBU.

Ausgeknockt – und die nächste OP steht auch schon an

Eigentlich stehe ich schon am Anfang meiner Vorbereitungen für den Baden-Halbmarathon im September. Jetzt steht nächste Woche die nächste (geplante) Kiefer-OP (Implantate) an, was mich voraussichtlich ein paar weitere Tage ausknocken wird. Und zu guter Letzt bin ich morgen für den örtlichen 10 km Asparaguslauf gemeldet. Gestern bin ich extra um 5.00 Uhr aufgestanden, um überhaupt mal wieder loszukommen. Und um mal anzutesten, wie es sich so macht nach einer Weisheitszahn-OP. Wegen der auftretenden Schmerzen im Kiefer hatte ich dann danach entschieden, es mit dem Lauf am Sonntag bleiben zu lassen. Dabei bin ich nur 5 km gelaufen. Doch heute ist ein neuer (schmerzfreier) Tag, und ich bin schon wieder unentschlossen, ob ich nun laufen soll oder nicht. Die Fäden sind sind schließlich gezogen und die Wunde heilt gut, sagt der Arzt. Ich habe ja noch ein paar Stunden Zeit, darüber nachzudenken und werde wohl morgen früh spontan eine Entscheidung treffen. Auf keinen Fall will ich den Lauf dann abbrechen müssen.

Laufen mit Schmerzmittel?

Als Nicht-Betroffener ist es immer ganz easy, gute Ratschläge zu geben und an den „gesunden Menschenverstand“ zu appellieren. „Gesundheit geht vor!“ hört man überall. Doch muss man selbst eine Entscheidung treffen, sucht man händeringend nach Argumenten, die eine Entscheidung gegen den gesunden Menschenverstand irgendwie doch zu rechtfertigen scheinen. Insofern habe ich volles Verständnis für alle, die nach Lösungen suchen, den einen Lauf – sei es ein Training oder ein Wettkampf – entgegen jeglicher vernünftiger Sichtweise, doch noch möglich zu machen. Z. B. Schmerzmittel einwerfen – langsamer laufen – schneller laufen – mehr trinken usw. NICHT zu laufen, kommt auf keinen Fall in Frage. Da wurde das Laufen dann doch irgendwie zur Sucht. 😉

Nicht lebensgefährlich erkrankt

Jetzt bin ich ja nicht lebensgefährlich erkrankt. Mir wurde „nur“ ein Weisheitszahn entfernt. Mit einer Ladung IBU sind die 10 km sicher machbar. Außerdem habe ich ja nicht wochen- oder monatelang hart trainiert, wie z. B. vor einem Halbmarathon oder Marathon und kann den Lauf auch ausfallen lassen, ohne mich ewig zu grämen. Ich denke, in den anderen Fällen (HM / Marathon) sind vernünftige Entscheidungen noch viel schwieriger zu treffen. In Anbetracht, dass ich kommende Woche schon wieder unters Messer muss und womöglich weitere Tage „ausfalle“, nervt es mich halt doch gehörig, dass ich jetzt nicht so kann, wie ich gerne möchte.

Eingriff unterschätzt

Normalerweise bin ich gegen Zahnarztbesuche gut abgehärtet und schnell wieder fit. In meinem Alter hat man ja auch schon gewisse Erfahrungen gemacht, die eine Einschätzung der Lage gut möglich machen. Doch in diesem Fall habe ich den Eingriff und die Folgen einer Weisheitszahn-OP unterschätzt. Das verunsichert mich jetzt, weil eben nicht sein darf, was nicht sein sollte.

Laufen? Ja oder nein?

Ich bleib dabei. Ich werde meine Entscheidung morgen treffen, wobei die Tendenz eher in Richtung „nicht Laufen“ geht. Auf keinen Fall werde ich unter dem Einfluss von Schmerzmitteln laufen. Das steht fest. Ich bin froh, dass ich nicht vor der Entscheidung stehe, einen Halb- / Marathon zu laufen oder nicht. Ich glaube, dann würde ich noch viel einfallsreicher werden, um das dann doch „irgendwie“ möglich zu machen. Kennt Ihr solche Situationen auch? Wie habt Ihr das für Euch gelöst?

Ich freue mich über Eure Kommentare!

UPDATE 07.07.2019:

Nachdem ich gestern schmerzfrei und schmerzmittelfrei geblieben war, habe ich heute morgen entschieden, doch zu laufen und Kerstin zu begleiten. Schließlich hatte ICH sie angemeldet, und es wäre doof gewesen, selbst dann nur als Zuschauer dabei gewesen zu sein. Bestzeitenambitionen hatte ich keine. Kerstin wollte die 10 km erstmals unter einer Stunde laufen. So hatten wir heute einen schönen und lockeren Lauf, bei dem ich vorher und nachher quasi beschwerdefrei geblieben war.


Fotos: pexels.com/de

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3 comments

  1. HarleRunner - Antworten

    Hi Daniel, ich würde den Lauf auch sausen lassen – es sei denn, Du kannst ihn ohne Schmerzmittel und mit Spaß durchlaufen. Mich hat der Zahnarzt in den letzten Wochen auch geärgert, wenn auch lange nicht so schlimm wie Dich. Mit Antibiotikum durfte ich nach seinem Rat durchaus laufen, aber irgendwie hatte der Körper doch ziemlich daran zu knabbern und ich habe es gelassen. Manchmal ist Laufen dran, manchmal Pause.

    Liebe Grüße

    Thomas

    • Daniel Bär - Antworten

      Danke für Deine Antwort. Irgendwie ist es halt grenzwertig. Ich werde morgen früh entscheiden. Die Tendenz ist aber eher, nicht zu laufen.

  2. Duplo - Antworten

    Schwierige Sache, jeder Körper verarbeitet einen solchen Eingriff anders. Manche sind fix wieder nach dem Eingriff in der Oralchirurgie fit und andere brauchen etwas länger. Hier sollte jeder auf sein eigenes Körpergefühl achten und sich vor allem nicht übernehmen.

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