Reisebericht: „Kuredu“ Trauminsel der Malediven

Reisebericht 15.-29. Januar 2001

Kuredu oder: Eine unvergessliche Hochzeitsreise

Kuredu - Malediven

Malediven

Ankunft

Es ist Dienstag, der 16. Januar 2001, 08. 40 Uhr Ortszeit, als die Boeing 767-300 nach knapp neun Stunden Flugzeit in Hulhule aufsetzt. Die Maschine – Flug LT 744 – ist sicher gelandet. Der Umkehrschub löst eine heftige Bremswirkung aus, schließlich muss das Flugzeug auf der Flughafeninsel auf einer Länge von dreieinhalb Kilometern zügig zum Stehen kommen, bevor es mit seiner Nase wieder in den Indischen Ozean fällt. Hulhule besteht praktisch nur aus „Landebahn“. Diese konnte erst gebaut werden, nachdem eine künstliche Landverbindung  zwischen zwei Inseln geschaffen worden war. „Bitte bleiben Sie solange auf Ihren Plätzen, bis das Flugzeug seine endgültige Parkposition erreicht hat“. Als es dann soweit ist und alle zum Aussteigen bereit sind, muss das Flugzeug noch einmal die Parkposition ändern. Ich habe das Gefühl, wir stünden hier nur im Weg herum, wie ein Fremdkörper aus der Zukunft.  Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt ist unser Flugzeug ohnehin das einzige seiner Art an diesem Fleckchen Erde.

Ausstieg

Ein paar Malediver schlendern draußen herum. Sie beobachten das Parkmanöver und machen sich gemächlich auf den Weg vom nahen Flughafengebäude zu unserer Maschine. Es sind die Gepäckträger, die mit primitiven Wagen Koffer, Sportgerät, unsere importierten Müsliriegel und die eingeflogenen Gummibärchen entladen sollen. Dann kommt die Rampe angefahren und wir dürfen endlich raus. An der Tür ins Freie angekommen, habe ich das Gefühl, als schlüpfte ich durch eine unsichtbare Wand aus Hitze und tropischer Feuchtigkeit in eine andere Welt. Nach ein paar Atemzügen ist es klar: das ist nicht mehr das norddeutsche Schmuddelwetter, sondern reale tropische Hitze.  Nur kurz schießt mir der Gedanke durch den Kopf: Winter ist aber auch was Schönes…



Der Mini-Bustransfer

Die im Reiseführer beschriebene „angenehm klimatisierte Ankunftshalle“ kann ich als so angenehm nicht empfinden. Aber es ist wohl kein Unterschied  zwischen 30 Grad im Schatten und 30 Grad „gefühlter“ Temperatur in der Ankunftshalle, wie es unsere heimischen Wetterfrösche gerne nennen. Die Einreiseformalitäten sind mehr als unkompliziert. Dafür nehmen sich die Beamten ausgiebig Zeit, die Pässe mit dem Einreisestempel zu versehen. Einigen Touristen geht diese Zeremonie knapp fünf Minuten nach dem Ausstieg ziemlich auf die Nerven. Ich denke, wir machen alle Urlaub. Für manche fängt der Urlaub eben erst nach der Passkontrolle an oder im Hotel oder noch später, oder nie… Auf den Malediven ticken die Uhren ein bisschen anders. Und zu der vierstündigen Zeitverschiebung nach Deutschland sollte sogar noch ein Stündchen dazu kommen. Kuredu ist nämlich seiner Inselhauptstadt noch eine weitere Stunde voraus. Der Bustransfer zum nahe gelegenen Airport (einmal um die Landebahn) verläuft problemlos und schnell. Von hier aus fliegen die „maledivischen Airtaxen“ auf die weiteren Inseln.  Dort angekommen, sollte es noch eine weitere Stunde dauern, bis unser Flugzeug endgültig starten sollte. Wir vertreiben uns die Zeit mit Sitzen, Schwitzen und ersten Fotos. Barbara und Klaus, die zwei, zu denen der Kontakt über das Internet zustande kam, schwitzen und warten mit uns gemeinsam. So haben wir schon gute Unterhaltung, solange der Fluglärm das zulässt.

Abenteuer Wasserflugzeug

Der Anblick der Wasserflugzeuge, die fast im Minutentakt auf dem türkisfarbenen Wasser starten und landen, löst in mir ein Gefühl aus Faszination, Vorfreude und  Schicksalsergebenheit aus. Ein paar Minuten später ist es soweit. Wir steigen gemeinsam über ein paar Metallstufen in das Lufttaxi. Sage und schreibe 15 Passagiere haben in diesem kleinen Ding Platz. Auf der rechten Seite finden in fünf Reihen jeweils zwei Personen Platz, links des Gangs jeweils eine Person. Vorteil ist, dass praktisch jeder einen Fensterplatz hat – ob er will oder nicht. Kerstin sitzt rechts neben mir auf Höhe des Propellers. Holger sitzt auf der linken Gangseite und ich daneben. Die „Kabinenbesatzung“ besteht aus drei Personen, wobei einer nach einer kurzen Begrüßung und den Sicherheitshinweisen hinten im Flugzeug Platz nimmt. Vorne (wo sonst) sitzen die Piloten, die ganz passabel aussehen. Sie tragen ein helles schulterbeklapptes Hemd, an dem ihre Eigenschaft als Kapitän gut zu erkennen ist. Die kurzen Hosen sehen auch anständig aus, aber was ist das?  Mit Sandalen oder barfuß ein Flugzeug fliegen? Egal, ich hatte mich dem Schicksal ohnehin schon ergeben. Das immer lauter werdende Dröhnen der Propeller kündigt den bevorstehenden Start unmissverständlich und unwiderruflich an. Ein Wasserstart ist  unglaublich aufregend. Es wackelt ordentlich. Die Kufen gleiten immer schneller über die Wellen. Als das Wasser aufhört gegen die Scheiben zu peitschen, sind wir wirklich in der Luft. Es ist nur noch das eintönige Dröhnen der Propeller zu hören.



Jadehalsbänder mit Smaragden

Unter uns öffnet sich eine Welt aus tiefblauem Wasser, aus dem sich viele kleine Inseln erheben. Die schneeweißen Strände dieser Inseln fallen seicht in türkisfarbenes Wasser ab, um in ihrer weiteren Ausdehnung am Rande des Atolls plötzlich ins Tiefblaue abzubrechen. „Aus der Luft sehen sie aus, als blickte man auf eine Auslage grüner Jadehalsbänder mit dazwischen gestreuten Smaragden, die auf blauem Samt liegen.“ So beschrieb der norwegischer Ethnologe Thor Heyerdahl die Inseln und Atolle. Und es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die Vielfalt und Intensität dieser Farben einmalig sind. Die in Reisekatalogen gezeigten Aufnahmen von schneeweißen Stränden und kristallklarem Wasser erfassen nicht annähernd die Wirklichkeit und die Wirkung des Lichts und der Farben. Aufnahmen von Reisezielen in Reisekatalogen wird häufig- und zu recht- nachgesagt, dass sie technisch „nachbehandelt“ werden. Die Farben werden aufgepeppt, um mehr Wirkung beim Reisekunden zu erzeugen. In diesem Falle ist es die Wirklichkeit, die den Katalog „alt“ aussehen lässt, nicht umgekehrt. Fasziniert von so vielen Eindrücken hat der Pilot mit unserem kleinen Flugzeug mittlerweile die beachtliche Höhe von 1.200 Metern erreicht. Der Höhenmesser ist von meinem Platz aus ganz gut zu sehen.

Tiefschlaf bei 120 Dezibel

Kerstin bringt in diesen Minuten das Unglaubliche fertig. Bei ohrenbetäubendem Propellerlärm und bei dieser Aussicht fällt meine Frau in tiefen Schlaf und ist nicht mehr in die traumgleiche Wirklichkeit zurückzuholen. Wie dem auch sei, unser Flugplan sieht vor, dass wir vor Kumandoo, einer anderen Touristeninsel, zwischenlanden, um fünf Minuten später dann vor Kuredu zu landen. In der Tat geht es jetzt langsam nach unten. Holger scheint während des Sinkfluges nicht so recht ansprechbar zu sein. Hinterher erzählt er, der Ohrendruck sei so stark gewesen, dass er für einen halben Tag fast taub und vor Schmerzen fast an die Decke gegangen sei. Beim Landeanflug stellen wir zu unserer Überraschung fest, dass wir ohne Zwischenlandung direkt in Kuredu landen werden. Die Form und Größe der Insel entsprach genau dem, was wir bereits auf Fotos gesehen haben. Die Landung verläuft sanft und schon aus dem Flugzeug sehe ich eine glasklare türkisblaue Lagune, aus der vereinzelt einige Schnorchel ragen. Auch ein paar Kanufahrer paddeln im ruhigen Wasser.

CheckIn auf der Trauminsel

Kerstin ist inzwischen erwacht. Es ist 11.30 Uhr Ortszeit Kuredu, als wir das Airtaxi verlassen. Auf dem Steg treffen wir auf Anne und Lutz, die wir knapp vier Wochen zuvor noch in Hamburg besucht hatten. Auch dieser Kontakt entstand über das Internet und wir hatten das Glück, beide schon in Deutschland persönlich kennenzulernen. Die beiden passionierten Schnorchler und Unterwasserfilmer sind bereits zum 12. Mal auf Kuredu und haben uns während unserer Vorbereitungen sehr gute und hilfreiche Tipps gegeben, die wir zu gegebener Zeit hier auch weitergeben. Eine große Hilfe, die uns bei der Ankunft auf Kuredu viel Schreibkram erspart hat, war die, dass uns Anne und Lutz schon in Deutschland drei „GuestCards“ gegeben haben, die wir während des Flug schon fix und fertig ausgefüllt haben. Diese „GuestCards“ müssen bei Ankunft von jedem Besucher ausgefüllt und an der Rezeption abgegeben werden. Benny, unser Reiseleiter auf Kuredu staunt nicht schlecht, als wir mit den ausgefüllten Karten winken und die Insel betreten.



Bungalow 344 und 347

Zur Begrüßung der Gäste wird am Steg ein Transparent mit der Aufschrift „Welcome to Kuredu“ aufgerollt. Ein maledivischer Trommler, die Reiseleiter und einige Gäste begrüßen uns mit  rhythmischen Klängen und Klatschen. Außerdem wird ein kühler Drink gereicht (alkoholfrei!), den wir jetzt gut gebrauchen können. Nach einer kurzen Begrüßung durch Benny und ein paar Infos, an die ich kaum noch nennenswerte Erinnerungen habe, erhalten wir an der Rezeption unsere Bungalowschlüssel Nr. 344 (Holger) und 347 (Kerstin und ich). Wir entschließen uns später, unsere Wertsachen für die Dauer unseres Aufenthalts in einen Safe zu geben – für 3 Dollar.

Freiluftbadezimmer inclusive

Unsere Bungalows liegen ca. 600 Meter weiter östlich, fast an der Spitze der Insel. Der Fußmarsch dorthin dauert ungefähr zehn Minuten. Wir haben nur unser Handgepäck mit uns. Unsere Koffer kommen mit einem Boot nach und werden gegen 19. 00 Uhr von zwei maledivischen Roomboys direkt in die Bungalows gebracht. Endlich haben wir unsere Bleibe erreicht und betreten erschöpft aber glücklich den angenehm kühlen Raum. Die Zimmer sind zweckmäßig und sauber. Sie entsprechen den Angaben für Superior Zimmer und haben einen Kühlschrank (extrem wichtig!) und ein offenes Bad mit einem kleinen Waschbecken, Dusche und WC.  Das „Offene Bad“ ist ein Raum im Freien, der der hinteren Seite des Bungalows angeschlossen ist und durch eine Tür vom Zimmer getrennt ist. Das Bad ist mit einer Mauer nach außen hin begrenzt, so dass ein Einblick von draußen nicht möglich ist. Die sanitären Anlagen sind zwar überdacht, liegen aber an der frischen Luft. Vielleicht gar nicht so schlecht. Bei durchschnittlichen Temperaturen um 25°C bis 30°C tut hier auch nichts anderes Not.

Unser Handgepäck beinhaltet neben Fotokamera und Filme nur kurze Sommersachen, Badezeug und eine Zahbürste. Die Sommerklamotten haben wir kurz vor der Landung im Flugzeug angezogen. Jetzt schleppen wir noch die ollen langen Hosen und den warmen Pullover mit uns herum, die wir die nächsten vierzehn Tage getrost irgendwo im Schrank lassen können.

Malediven - Kuredu

Malediven

Wahrnehmung nach Schlafentzug. Erst mal Kaffee!!

Eines unserer wichtigsten Utensilien, die wir auf dringendes Anraten unserer Hamburger Anne und Lutz mitgebracht haben, findet jetzt seinen ersten Einsatz. Unser Wasserkocher wird uns ab sofort unter Einsatz eines Adapters täglich mindestens einen Kaffee (Aldi-Cappuccino (Amaretto und Vanille)) oder Schoko-Traum bescheren. Holger, der sich inzwischen in seinem Bungalow akklimatisiert hat, so denken wir, taucht bei uns auf. Er beschwert sich über die miese Bungalowausstattung für „so viel Geld“, leidet offensichtlich noch unter Ohrenschmerzen. Dazu kam noch ein schmerzhafter Lippenherpes, und zu allem Unglück ist er direkt nach Ankunft in seiner Hütte von einer Mücke in den Unterarm gestochen worden. Der ganze Arm schwillt immer weiter an und wird dicker und dicker. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Holger im Allgemeinen auf Mückenstiche allergisch reagiert und so ein harmloser Stich ihn tatsächlich komplett außer Gefecht setzen kann. Für Autan war noch keine Zeit und Holgers Stimmung ist am Boden. Außerdem sollten wir in Absprache mit Anne und Lutz einen Bungalow auf der westlichen Seite der Insel bekommen, da das Wasser dort ruhiger ist und die Lage insgesamt einfach schöner ist. So, da sind wir nun, und unser Adapter will nicht in die Steckdose passen. Holger, der gelernte Autoschlosser fummelt irgendetwas in die Steckdose. Irgendetwas anderes bricht dabei ab und der Rest davon steckt heute noch in der Wand. Jetzt passt aber auch der Stecker des Wasserkochers. Was für ein Glück! Kaffee!

…und Hunger

Wir haben einen Bärenhunger und genehmigen uns in einem der Restaurants noch eine Kleinigkeit zu Essen und ein erstes Bier (vier US-Dollar) bevor wir uns in unseren Bungalows etwas Schlaf gönnen. Es ist 18. 30 Uhr als wir wieder erwachen. Der Blick von unserem Bett auf den tiefblau leuchtenden  Ozean und das angenehme Licht der Abendsonne machen mir langsam bewusst, dass sich die Strapazen der Reise an diesem einsamen Ort bald in Nichts auflösen werden.



Das Buffetrestaurant

Um 19. 00 Uhr kommen erwartungsgemäß unsere Koffer. Die Roomboys erhalten pro Gepäckstück einen US-Dollar Tip und wir machen uns auf den Weg ins Restaurant, um unser wohlverdientes Abendessen einzunehmen. Dort bekommen wir für die Dauer unseres Aufenthalts einen Tisch zugewiesen. Auch Natey, unser maledivischer Kellner, wird uns die nächsten vierzehn Tage mit Wasser, Tee und Kaffee und seinem unaufdringlichen Humor versorgen. Die Mahlzeiten werden in Buffet-Form gereicht und stehen jeden Abend unter einem anderen Motto. „Oriental Buffet“, „Italien Buffet“, „Farmer Buffet“ sind nur einige der lukullischen Namen, die sich die Gastgeber einfallen lassen. Von allem gibt es reichlich. Salate, Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel, Fisch, allerlei Gemüse, frisches Obst und noch mehr leckere Sachen stehen zur Auswahl bereit. Wer bei dieser Auswahl seinen Geschmack nicht finden kann, hat selbst Schuld. Vier dunkelhäutige maledivische Köche stehen in ihrer kontrastreichen und  schneeweißen Kochuniform täglich bereit und kochen, brutzeln und backen nach den Wünschen der Gäste. Dazu gehört besonders zum Frühstück die Zubereitung von Eiern in allen erdenklichen Variationen. Spiegelei, Rührei, Omelette, mit und ohne Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Chilli.

Wir lieben die Abwechslung. Zu viel für Natey.

Das Abendessen beenden wir mit einem oder zwei Tassen Tee oder Kaffee, wobei Natey im Laufe der Zeit lernt, dass Verläßlichkeit wohl eine deutsche Tugend ist, aber keine von uns Dreien. So wechseln Holger und Kerstin mal von Tee auf Kaffee und umgekehrt, mal mit mal ohne Zucker, mal mit mal ohne Milch. Der arme Kerl. Er trägt es mit Fassung und viel Humor. „Too much talking“ sagt er, nachdem er in meinen Tee Milch statt Zucker gegeben hat und bringt mir eine neue Tasse.

Chillen am Abend

Es ist ca. 21.00 und wir begeben uns zum Chillen in die nahegelegene Akiri-Bar, die ab sofort zum obligatorischen Ausklang des Tages gehört. Wie die Restaurants sind auch die Bars nach allen Seiten offen gebaut und man läuft -wie überall auf der Insel- auf feinem Korallensand. Lediglich ein Dach, dicht geflochten aus Kokospalmwedeln, spendet Schatten und etwas Kühle. Unzählige Ventilatoren, die unter der Decke hängen, lassen die Luft zirkulieren und verschaffen ein bisschen Kühlung. Da wir nicht zu den All-Inclusive-Gästen gehören, erkennbar am gelben Plastikbändchen, müssen wir alle Getränke selbst bezahlen. Das Bier, importiert aus Südafrika, bekommen wir für 4 US-Dollar. Der Liter Weißwein, trocken und gut zu trinken, liegt bei 15 US-Dollar. Die Long-Drinks schlagen mit 7 Dollar 50 zu Buche. Das kann in zwei Wochen ziemlich teuer werden, doch den Mixern an der Bar haben wir jeden Abend Tipps zwischen zwei und fünf US-Dollar gegeben, was zur Folge hatte, dass der ein oder andere Wein, das ein oder andere Bier oder ein paar Longdrinks einfach „vergessen“ wurden. Bargeld braucht man ansonsten auf der Insel nicht. Für Alles, was man kaufen möchte unterschreibt man 14 Tage lang nur Belege. Bargeld wird hier lediglich für Trinkgelder benötigt. Das hat sich unterm Strich auf jeden Fall gerechnet. Hätten wir All-Inclusive gebucht, wären wir  am Ende immer noch mit knapp 800 DM höher gelegen – bei gleichem Konsum. Im Übrigen besteht jederzeit die Möglichkeit einer Zwischenabrechnung und der Einblick in den aktuellen „Kontostand“ an der Rezeption.



Übernachtungsgäste mit vier, sechs oder mehr Beinen

Die erste Nacht ist geprägt vom Jet-Lag und der Kunst, die richtige Raumtemperatur für einen optimalen Schlaf  zu finden. Unser Tip: Klimaanlage nachts ausschalten, nur die Lüftung laufen lassen und den Deckenventilator auf Stufe 3 stellen. So friert man sich nachts nicht den A… ab und schmort andererseits nicht im eigenen Saft. Glücklich kann sich außerdem schätzen, wer viele Geckos in seinem Zimmer hat. Die fressen nämlich mit Vorliebe all das, wobei Frauen gerne iiih-Gesichter machen, was sticht und sonst wie einen insektiösen Eindruck macht. Holger hat z. Bsp. an einem Abend minutenlang versucht, einem größeren Käfer in seinem Bungalow den Garaus zu machen. Er war schließlich ohne Erfolg in sein Bett gestiegen, den Blick an die Decke gerichtet, wo das sechsbeinige Geschöpf saß. Dann konnte er einen seiner vierbeinigen Bungalow-Geckos beobachten, wie er sich auf leisen Echsenpfoten dem Käfer an der Decke näherte. Plötzlich schnappte der Gecko zu. Es knackte und mit einem Haps war der Käfer weg. So schnell geht das. Holger bedankte sich bei seinem Gecko und konnte beruhigt einschlafen. Also, habt keine Angst vor den kleinen Geckos. Näher als zwei Meter kommen die Tiere ohnehin nicht an uns Menschen heran. 

Unter Wasser oder: Der Versuch fortzukommen, dort etwas zu sehen  und gleichzeitig zu atmen 

Wir sind optimal vorbereitet für einen ersten Schnorchelgang im „Coral Garden“ an der Lagune im Westen der Insel. Die Brille ist mit Zahnpasta gegen Beschlagen präpariert, die Flossen sollten passen und der Schnorchel lässt Luft durch. Selbstbewusst und voller Tatendrang stehen wir bei Bungalow 125 bei Anne und Lutz, den Top-Schnorchlern, und kündigen unseren Schnorchelgang an. Begeistert von so viel  Engagement entschließen sich Anne und ein weiterer Bekannter von Anne und Lutz, uns zu begleiten. „Bei den 140er Bungalows ist der Einstieg optimal“ sagt Lutz und so legen wir dort unser Equipment an. Erst die Brille: ausspülen, kräftig reinspucken und die Soße gut auf dem Glas verteilen. Das hilft gegen das Beschlagen im Wasser. Dann die Flossen: erst ziehe ich die linke Flosse an und merke, daß es jetzt schwieriger wird, noch das Gleichgewicht im Wasser zu halten. Ich setze mich also in das flache Wasser, um die zweite Flosse anzuziehen. „Ok?“ „Ja!“ sage ich. „Scheiße“ denke ich: zwischen Gummiflossen und Füße reibt jetzt der Sand, der beim ersten Anziehmanöver reingespült worden war. Außerdem könnte man mit dem Sand in meiner Badehose jetzt Sandburgen bauen. Anne und Olaf schwimmen schon mal vorne weg. Holger und ich folgen langsam und unauffällig. Ich stecke den Kopf unter das Wasser und sehe den Sandboden unter mir. Den Schnorchel klemme ich mir aus Angst vor Verlust so fest zwischen die Zähne, dass kaum Luft durchkommt. Ich habe das Gefühl, als bekomme ich durch den –  eigentlich großen – Schnorchel zu wenig Luft. Holger hat sich einen Super-Schnorchel gekauft, denkt er. Bei den ersten Atemversuchen stellt er fest, dass er die Luft am unteren Ende des Schnorchels ausbläst. Bingo! Das ist natürlich super, wenn man so schwimmt und atmet und dabei laufend Luftblasen vor der Brille hat. So kann man auch super die Fische beobachten, weil man nämlich den vollen Durchblick hat.

Malediven -Kuredu

Kuredu

Keine hektischen Bewegungen

Wir müssen knapp 100 Meter weit rausschwimmen, um die ersten Fische zu sehen. Dort draußen treffen wir  auf die die ersten Korallenbänke, die von der letzen Korallenbleiche stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Anne zeigt auf einen Rotfeuerfisch, der sich unter einer farblosen Koralle versteckt hat. Vereinzelt sehe ich auch schon ein paar bunte Fische. Wir sind aber noch nicht weit genug draußen, und langsam bekomme ich ernste Probleme. Das Schwimmen strengt richtig an. Ich kriege einfach zu wenig Luft. Außerdem beschlägt meine Brille fürchterlich. Ich reiße mir die Brille vom Kopf; natürlich über den Kopf nach hinten weg, weil es so einfach ist, sie im freien Wasser wieder aufzusetzen. Dabei muss ich viel Wasser treten, bekomme Salzwasser in die Augen, in den Mund und bin fürchterlich angestrengt. Olaf sagt zu mir nur: „Merke Dir eines, Taucher und Schnorchler bewegen sich im Wasser kaum und machen keine hektischen Bewegungen.“ „Idiot“ denke ich. Ich gehe fast unter und der faselt was, von „keine hektischen Bewegungen“. Mit reicht´s. Holger hat zwei Minuten vorher schon den Rückzug angetreten und schnorchelt, so gut es eben geht, bereits in seichteres Gewässer. Auch ich bin froh, dass ich kurze Zeit später wieder Grund spüre und etwas verschnaufen kann. Während ich mich ans rettende Ufer flüchte und vom Schnorcheln erst einmal die Nase voll habe, dümpelt Holger mit Brille und Flosse noch etwas im flachen Wasser.


Den Dreh raus

Er will sich mit dieser Niederlage nicht geschlagen geben und übt und übt. Seine Mühen in Ehren, er hat jetzt wohl den richtigen Dreh raus, da verabschiedet sich das Ausblasventil seines Super-Schnorchels auf Nimmerwiedersehen im Indischen Ozean. Es ist irgendwie frustrierend, da wir uns mit diesem kleinen Exkurs auf Größeres vorbereiten wollten, nämlich  auf den Gang ans Außenriff an der Nordseite der Insel. Offensichtlich gibt es aber Probleme mit dem Equipment. Und das ist das Schlimmste, was einem Schnorchler passieren kann. Was tun? Holger braucht einen neuen Schnorchel und hat sich im Tauch-Shop einen ordentlichen neuen Schnorchel besorgt. Dieser ist im Mundbereich flexibel und hat sein Ausblasventil für das Wasser (nicht für die Atemluft) unten am Schnorchelende. Seine 5 DM-Lidl-Flossen sind zwar noch immer zu kurz, doch er kommt damit soweit klar. Der Tatsache, dass die Flossen am „großen Onkel“ drücken, hilft er mit seinem Nail-Clipper entgegen und „modifiziert“ diese entsprechend.

Eine Tube Zahnpasta gegen das Beschlagen

Meine Brille beschlägt trotz intensiver Zahnpasta-Behandlung noch immer. Ich nehme feinen Korallensand und schmirgele damit das Brillenglas innen und außen vorsichtig aus. Das hilft. Wie ein Wunder hat das Beschlagen ein Ende. Erst einige Tage später muß ich aus einem Lehrbuch für Taucher lesen, dass die Behandlung einer Taucherbrille nicht mit einer Gel-Zahnpasta erfolgen sollte, da dieser die feinen Polierteilchen fehlen, die in einer „normalen“ Zahnpasta vorhanden sind. Das muss aber einem ja auch gesagt werden. Die nächsten Tage verbringen wir zu Testzwecken noch immer im „Coral Garden“. Kerstin können wir schließlich auch davon überzeugen mit uns rauszugehen, nachdem sie Bedenken hatte, ihre Kontaktlinsen würden das Ganze mit dem Wasser und der Brille nicht mitmachen.  

Kokosnüsse oder: der maledivische Nussknacker 

Kokospalmen auf den Malediven sind Staatseigentum. Da der Staat aber nicht für die Ernte der Kokosnüsse aller 1.200 Inseln Sorge tragen kann, verpachtet er diese an Unternehmen oder Privatpersonen. Es ist daher also ungebührlich, jedwede Kokosnuss, die vom Baum fällt als sein Eigen zu betrachten, auch wenn sie Euch direkt vor die Füße fällt. Natürlich wird auf der anderen Seite kein Malediver einem Inselbesucher den Wunsch abschlagen, so eine Kokosnuss selbst zu öffnen und zu verzehren. Es ist eben eine Frage des Anstandes – und letztlich auch eine Frage des „Know Hows“, sie zu öffnen. In unserem Falle liegt so eine Kokosnuss direkt vor unserer Hütte. Wir bergen diese und bringen sie auf unsere kleine Terrasse an ein schattiges Plätzchen. Unser Roomboy gibt sich am nächsten Morgen sehr hilfsbereit und fragt uns, ob er die Kokosnuss für uns öffnen soll. Wir stimmen gerne zu, und bereitwillig nimmt er die Frucht und verschwindet außer Sichtweite. Er kommt in weniger als zwei Minuten zurück, die braune Kokosnuss in seiner Hand und macht sich mit einer Koralle daran, die Kokosnuss aufzuklopfen.

So schmeckt frische Kokosmilch

Kurz darauf platzt die Schale auf. Er füllt die Kokosmilch in einen Becher und reicht sie uns. Sie schmeckt fantastisch. Mit einem Schweizer Taschenmesser zerteilt der maledivische Nussknacker die Kopra und löst in kurzer Zeit geschickt das Fruchtfleisch von der Schale. Niemals zuvor habe ich den Geschmack einer Kokosnuss so intensiv empfunden wie jetzt, und die nahrhafte Frucht ist während unseres Aufenthalts immer wieder ein gern genommener Snack,  der gut gekühlt in einem Becher Wasser in unserem Kühlschrank steht.

Selbst ist der Mann

Holger bemüht sich einige Tage später persönlich um das erfolgreiche Öffnen einer weiteren Kokosnuss und hat sichtlich Mühe, die braune Nuss aus der äußeren, faserigen Hülle zu bekommen.  Was unser Roomboy in knapp zwei Minuten geschafft hat, kostet Holger fast eine halbe Stunde und ein Multifunktionswerkzeug sowie viel, viel Schweiß und mich viel, viel Nerven. Wir wollen heute eigentlich etwas früher zum Abendessen. Ich sage nur: „mach´s morgen“, was Holger erst recht anspornt, hartnäckig weiter sein Ziel zu verfolgen. Ok. Die Sonne war schon fast untergegangen, als auch Holger die braune Frucht löst und langsam dem Ziel näherkommt. Es ist in der Tat eine Kunst, eine Kokosnuss so zu öffnen, ohne dabei körperliche Anstrengungen hinnehmen zu müssen und das Robinson-Gefühl mit einem Hauch wilder Romantik zu verlieren.



Wo liegt der Trick?

Doch Holgers Versuche sind erfolgreich und ich glaube, den Ausdruck eines gewissen Stolzes in seinem Gesicht entdeckt zu haben, als schließlich die Kokosmilch durch die Schale rinnt. Seinen Stolz in Ehren, doch auf Nachfrage beim Roomboy, wie er denn die erste Kokosnuss geöffnet habe, zeigt er uns hinter unserem Bungalow im grünbewachsenen Dickicht einen angespitzten Baumstumpf, der ca. 80 Zentimeter aus der Erde ragt. An diesem löst er die Nuss aus der weichen, faserigen Hülle heraus. Der Anblick dieser manipulierten Nussknackerhilfe beruhigt uns wenigstens dahingehend, dass auch unser maledivischer Freund mit einem Multifunktionswerkzeug genauso aufgeschmissen gewesen wäre, wie Holger, der Rächer der Nussknacker.

Im Übrigen sei an dieser Stelle angemerkt, dass gegen Ende unseres Aufenthaltes unsere „neuen“ britischen Bungalow-Nachbarn ebenfalls dem Versuch einer eigenständigen Nussöffnung unter Verwendung einer haushaltsüblichen Nagelschere ziemlich hilflos gegenüber standen. 

Das Außenriff oder: Der Blick in das schönste Aquarium der Welt

Wir stehen am Ufer  an der Nordseite der Insel, dem Außenriff. Dort grenzt das Atoll an den offenen Indischen Ozean und bricht an seinem Ende in die unendliche Tiefe des Meeres ab. Lutz sagt nach unseren zahlreichen Schnorchelausflügen im Coral Garden nur: „Ihr seid jetzt reif für´s Außenriff. Treffpunkt ist morgen, 12 Uhr 30, auf Höhe des Bungalows 476 bei den beiden Eisenpins.“ Diese markieren den Einstieg ans Außenriff. Auf unsere Frage, was es denn dort anderes zu sehen gäbe als im „Coral Garden“, antwortet Anne nur kühl: „Big Fish“. Da stehen wir nun. Unser Equipment ist heute, wie wir, ebenfalls ausgereift. Zugegeben, wir sind etwas nervös und warten auf Anne und Lutz, sowie auf einige andere Schnorchler, die sich den beiden Hamburgern noch angeschlossen haben. Dann sehen wir die Gruppe aus der Ferne auf uns zukommen und werden noch etwas nervöser. Lutz und Christoph sind mit Filmkameras „bewaffnet“, Anne will mit einem rosafarbenen Schnorchel ins Gefecht ziehen und des Weiteren erwähnenswert sind der um die 50 Jahre alt wirkende „Grazer“, dessen Namen an dieser Stelle aus Diskretionsgründen ungenannt bleiben wird.

Einrücken ins Außenriff

Das Meer ist heute ruhig, obgleich die hohe Brandung gewisse Einstiegsschwierigkeiten erahnen lässt.  Vielleicht verweigert auch alleine aus diesem Grund eine Teilnehmerin schon im Vorwege den Einstieg in das aquaristische Abenteuer. Den Weg nach draußen müssen wir uns erschnorcheln. Das Wasser ist mit ca. 35 Zentimetern sehr flach und wir ziehen uns zum Teil mit den Händen am Boden Stück für Stück nach draußen. Nach 20 Metern erreicht uns die Brandung, die wir Welle auf Welle durchschwimmen. Das Wasser wird jetzt tiefer, und jeder Beinschlag bringt uns in tieferes Wasser und unserer Lust auf „Mehr“ immer näher. Wer versucht, diesen Weg zu Fuß zurückzulegen, wird, trotz oder gerade wegen des niedrigen Wasserstandes, sein Ziel niemals erreichen, ohne sich nicht mindestens zehnmal auf den harten Korallen hingepackt zu haben oder wirklich schwer zu stürzen. Beim flachen Schnorcheln trägt man höchstens ein oder zwei kleine Schürfwunden davon, die aber beim Erreichen des tieferen Wassers im Nu vergessen sind.

Fische und Farben aus einer anderen Welt

Wir sind draußen, und die Welt, die sich unter uns öffnet, öffnet und schärft alle Sinne für die kommenden Ereignisse unter Wasser. Staunend betrachte ich hunderte von bunten Korallenfischen, die unter mir schwimmen. Mit meinen Augen sauge ich alles auf, was sich bewegt und bemühe mich, den Blick nach und nach ruhiger durch das Wasser gleiten zu lassen, um auch die Dinge zu sehen, die sich nicht so schnell bewegen. So sehe ich Fische, die sich starr vor Angst unter einer Koralle verbergen und bewegungslos warten, bis wir vorüberziehen. In mir breitet sich plötzlich Ruhe aus. Meine Bewegungen werden sanfter. Ich lege meine Arme neben meinen Körper und bewege mich ganz langsam durchs Wasser. Smaragdgrün leuchtet das Wasser unter mir, blau leuchtende Papageienfische schwimmen vorüber, viele kleine, gelb-schwarz gestreifte Schnapper schweben vor dem Hintergrund tiefblauen Wassers vor mir, und ich höre nur das Geräusch eines scharrendes Fisches unter mir, der gerade versucht, unter einer Koralle nach Nahrung zu schürfen. Aufgeschreckt durch hektische menschliche Bewegung und undefinierbaren Lauten in meiner direkten Umgebung werde ich auf eine Muräne hingewiesen, die sich elegant am Boden schlängelnd aus unserer Richtung entfernt.

Mit der Strömung durch den Unterwassergarten Eden

Die eigenartigen menschlichen Laute werden wir im Laufe der Zeit noch öfter vernehmen, denn mit dem Schnorchel im Mund und dem unbedingten Willen, gesichtete Fische auf gar keinen Fall aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig die anderen in der Nähe aufmerksam zu machen, ergibt in etwa das Geräusch eines Ertrinkenden, der in Panik  zugleich mit Händen und Füßen im Wasser strampelt, dabei unkontrolliert „mmh“, „mmh“ schreit und solange keine Ruhe gibt, bis er entweder wirklich ertrunken ist oder gerettet wird. In Wirklichkeit sollen nur alle anderen denselben Fisch sehen, wie er. Dann ist Friede im Wasser. Und es geht weiter. Wir bewegen uns parallel zum Außenriff in westliche Richtung. Rechts liegt der tiefblaue Ozean, unter uns tauchen immer mehr und andersfarbige Fische auf. Links von uns erreichen die Korallen in Ufernähe schon fast wieder die Wasseroberfläche. Ein Ausstieg ist jetzt nicht mehr möglich. Und einen Ausstieg wollen wir auch gar nicht. Wir schweben förmlich im Wasser und ein paar Meter vor uns begleitet uns ein mächtiger Napoleonfisch, während ich in meinem rechten Augenwinkel seit geraumer Zeit einen grauen Schnapper beobachte, der mich persönlich zu begleiten scheint. Verringere ich meine Geschwindigkeit, wird auch er langsamer, beschleunige ich, wird auch er wieder schneller.  Es ist einfach ein irres Gefühl.



Haie? Interessieren sich nicht für uns.

Da, etwa 3 Meter unterhalb der Riffkante kommt uns ein Schwarzspitzenriffhai entgegen. Wenig später verschwindet ebenso elegant wieder im scheinbaren Nichts des Ozeans. Vor mir schwebt eine  Schildkröte im Wasser, die gerade abtaucht, um in Bodennähe nach Nahrung zu suchen. Sie wühlt unter den Korallen und scheint auch wirklich etwas Schmackhaftes gefunden zu haben. Wir bewegen uns weiter als ich neben mir hektische Bewegungen wahrnehme.

Lutz macht den Buddy

Ich nehme meinen Kopf aus dem Wasser und sehe den „Grazer“ wassertretend, die Brille auf dem Kopf, den Schnorchel baumelnd in Panik verfallen. Lutz ist in der Nähe und versucht ihn zu beruhigen. Der Österreicher fragt, wann wir aussteigen. Lutz antwortet, dass es jetzt keine Möglichkeit gibt und wir im Übrigen noch ziemlich am Anfang unserer Tour stehen. Die Taucherbrille des Grazers als „Beschlagen“ zu bezeichnen wäre lachhaft, vielmehr stehen dem schon die Wasserperlen in und auf seiner Brille und auch auf seiner Stirn, so dass der arme Alpenländer wohl oder übel da jetzt irgendwie durch muss. Lutz macht seine Aufgabe als „Buddy“, als Retter, psychologisch und physiologisch betrachtet mehr als gut. Immer wieder versucht er zu beruhigen, nimmt den Grazer beim Schnorcheln sogar an die Hand, während Lutz in seiner anderen die Kamera führt.

Berauscht vom Ozean

So geht es  weiter, und auch ich tauche wieder ein in das schönste Aquarium der Welt. Vor uns erscheint wie aus dem blauen Nichts eine Gruppe von vier Adlerrochen, die über den Korallen schwebt.  Wir paddeln gemütlich weiter, Meter um Meter am Außenriff entlang. Wir treffen auf hunderte von Fischen in Schulen, in lockeren Verbänden, zerstreut im Wasser, in den prächtigsten Farben und den verschiedensten Arten. Schnapper, Barsche, bunte Doktorfische, die schlanken Flötenfische, Drücker, Haie und Rochen leben hier in einem komplexen ökologischen System miteinander und voneinander. Nach eineinhalb Stunden sind wir am Ende unseres eindrucksvollen Schnorcheltrips und begeben uns auf Höhe der Bungalows 280 langsam wieder ans Ufer. Wer den Ausstieg verpasst, droht mit der Strömung ins offene Meer hinauszutreiben, ohne Chance, wieder ans rettende Ufer zu kommen. Erschöpft, aber gut gelaunt und mit einer Fülle von Eindrücken entsteigen wir dem Meer und machen uns zu Fuß zurück zu unserem Bungalow. Auch unser österreichischer Schnorchelgenosse ist – trotz zeitweiliger Schwierigkeiten – überwältigt von dem Schauspiel, das sich hier ganzjährig unter Wasser vollzieht. 

Chris White oder: das traumatische Tauchabenteuer 

Chris White ist unser „Neuer“ am Tisch, der Vierte im Bunde, der unsere tägliche Tischrunde komplettiert. Er ist aus Santa Barbara gekommen, um hier auf Kuredu ein paar Tauchgänge zu machen. Er hat nicht viel Zeit mitgebracht und plant, nur einige wenige Tage zu bleiben. Über den Komfort der Unterkunft spricht er nicht. O-Ton: „Man kann mir auch ein Zelt in den Sand stellen, Hauptsache, ich habe meine Taucherausrüstung dabei.“ Mit mehr scheint er auch nicht gekommen zu sein. Er hat jeden Abend die gleichen Klamotten an.Tagsüber steckt er sowieso in seinem Taucheranzug. Chris ist Mitte vierzig und sein Deutsch ist fast perfekt. Er hat fast 15 Jahre seines Lebens ins München verbracht. Abgesehen davon, dass wir in der kurzen Zeit, die wir zusammen sind (nämlich fast nur zu den Abendmahlzeiten) uns ausgezeichnet unterhalten haben und sehr viel Spaß gehabt haben, ist Thema Nummer Eins natürlich der Austausch über die Erlebnisse unter Wasser.

Malediven-Kuredu

Kuredu

Money for nothing

Während wir täglich von Begegnungen mit Schildkröten, Rochen und Haien berichten, erzählt er uns von Tauchausflügen bei schlechter Sicht, wenigen bis gar keinen Fischen, und seine Stimmung, die immer schlechter wird. Er ist knapp 26 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs gewesen, nur um hier ein paar gewöhnliche Fische anzugucken. Selbst der „early morning dive“, ein Tauchgang, der um die Zeit des Sonnenaufgangs durchgeführt wird, war weniger spannend als erhofft. Er möchte seine Tauchausrüstung wegwerfen und es am nächsten Tag mit uns Profi-Schnorchlern am Außenriff versuchen. Leider spielt das Wetter nicht mit, denn draußen ist das Wasser nicht glatt genug und es beginnt an diesem Tag heftig zu regnen. Also hofft er weiter.

Spuren im Sand

Jeden morgen achten wir mittlerweile auf dem Weg zum Frühstück auf den Sandboden, denn daran können wir erkennen, ob Chris schon wieder mit dem Boot unterwegs ist und wir alleine frühstücken müssen. Er erzählte uns nämlich einige Abende zuvor, dass er als „business analyst“ bei einer Internetfirma arbeitet. Als er seine Visitenkarte nicht finden kann, zieht er plötzlich seine Plastik-Badelatschen aus und zeigt uns die Sohle. Auf beiden Schuhen ist (natürlich spiegelverkehrt) der name „commission junction“ eingestanzt. „War mal ein Werbegag“, sagt er. Er selbst hat erst gestern anhand der Spuren im Sand festgestellt, dass er diese Schuhe überhaupt noch besitzt. Wir biegen uns alle vor Lachen. Da Chris´ Bungalow nur ein paar Nummern neben unseren steht, können wir jeden Morgen sehen, ob er schon zum Frühstück ist oder nicht. Da die Malediver  jeden Morgen die Sandwege harken und glatt fegen, fällt es uns besonders leicht, „CJ“ zu erkennen.

Ein Höhepunkt, von dem wir Chris aber erst nach unserer Rückkehr erzählen konnten, ist unser Bericht von unserem „Schnorchelbootausflug“. Bis heute und vermutlich bis in alle Zeiten wird Chris White, der passionierte Taucher, auf uns neidvoll herabblicken, denn einem  „Manni“ begegnet zu sein ist das Größte… 



Mantas oder: die Kunst, in einer Gruppe zu schnorcheln, die keine ist

 Das Frühaufstehen hat sich heute nicht gelohnt. Das Boot, für das wir eigentlich angemeldet sind, ist schon voll. Da wir uns auf der (bereits vollen) Liste noch unten hin gemogelt haben, dürfen wir trotzdem nicht mitfahren, obwohl man uns zuvor sagte, das sein „kein Problem“; ist es jetzt aber doch. „Kein Problem“ denken wir, das Wetter ist heute ohnehin beschissen. Es ist sehr bedeckt und sieht nach Regen aus. Wir tragen uns für den nächsten Tag ein und trollen uns mitsamt unserem Equipment wieder Richtung Bungalow. Das Boot fährt schließlich ohne uns direkt in den aufkommenden Regen. Wir sind so traurig nicht, dass es heute nicht geklappt hat.

Abfahrt zum Manta-Point

Am nächsten Morgen ist das Wetter besser und wir können endlich los. Wir sind eine Gruppe von acht Leuten. Laut Bedingungen für diesen Ausflug sollte man mindestens einmal vorher auf einem Schnorchelboot gewesen sein, da die Tour als „advanced snorkeling“ ausgewiesen war. Als ich mir so die anderen in der Gruppe und deren Equipment ansehe, denke ich schon, dass wir drei uns selbstbewusst als „fortgeschrittene Schnorchler“ betrachten dürfen, was sich im Laufe der Tour auch bestätigen wird. Ein paar müssen sich Brille, Schnorchel und Flossen ausleihen, um überhaupt dabei sein zu können. Dann steigen wir ins Boot. Die Crew besteht aus drei Maledivern, die zwischen 40 und 70 Jahre alt sind, wobei der „Jüngste“ der Kapitän des Bootes ist. Die „Älteren“ kümmern sich um die anderen Dinge. Dazu gehört die Versorgung mit Kokosnuss, Hilfe beim Ein- und Aussteigen und Los- und Festmachen des Bootes. Phil ist unser Guide, ein junger Kerl aus London, der gerade mal drei Monate auf Kuredu arbeitet. Ebenfalls aus London sind zwei beleibte Damen, die  speziell der maledivischen Crew noch viel Vergnügen bereiten werden.

Bevor es endgültig losgeht, muss die Bordbatterie noch ausgetauscht werden, denn der Motor springt nicht an. Dann knattern wir los, vorbei an einer unbewohnten Insel, auf der nur Kokosnüsse geerntet werden, vorbei an der Einheimischen-Insel „Felivaru“, die 5.000 Menschen beherbergt und vorbei an weiteren Trauminseln des Atolls.

Mantas!!!

Das eintönige Knattern des Diesels lässt plötzlich nach. Der „Ältere“ aus der Crew steht am Bug und zeigt auf´s Wasser. Mantas.  Die mächtigen Schwingen der „Teufelsrochen“ durchbrechen die Wasseroberfläche. Phil lässt eilig das Boot stoppen und wir beeilen uns, ins Wasser zu kommen. Der Einstieg gestaltet sich einfacher als ich dachte. Im Wasser angekommen, stecke ich sofort den Kopf ins Meer. Wir befinden uns mitten unter einer Gruppe von Mantarochen, die bis zu sieben Meter groß werden können. Diese hier sind zwar „nur“ zweieinhalb bis drei Meter groß, doch ihr Anblick ist nicht weniger imposant. Sie schweben durch das planktonreiche Wasser, nehmen mit ihrem Maul, das von vorne betrachtet aussieht wie ein riesiger Kühlergrill, Unmengen von Wasser auf und filtern daraus Kleinstlebewesen wie Krill und kleine Krebse heraus. Die pieksen ganz schön auf unserer Haut. 

Auf Tuchfühlung mit den Teufelsrochen

Um die sechs, sieben dieser gewaltigen Tiere schwimmen hier herum, ohne von uns in irgendeiner Form  Notiz zu nehmen. Sie kommen direkt auf uns zu und tauchen ab und schwimmen unter uns durch. Es ist ein irres Gefühl und Kerstin sucht Holgers Nähe, da ihr diese Szenerie etwas unheimlich vorkommt. Er nimmt sie an die Hand, was ihr daraufhin die größte Aufregung nimmt. Ich selbst blicke gerade ins blaue Nichts als Kerstin mir signalisiert, ich solle mich doch einmal umsehen. Genau hinter mir schwimmt ein Riesenexemplar ganz dicht vorbei, und ich schaffe es nach dem ersten Schreck gerade noch, mit meiner Unterwasserkamera abzudrücken.  Es ist einfach gigantisch, diesen Tieren so nahe zu sein und sie beobachten zu können. Wir sind versöhnt mit der Welt, denn mit „Mannis“ haben wir wirklich nicht gerechnet.

Malediven - Kuredu

Kuredu

Wrackschnorcheln

Wir sind wieder im Boot und machen uns auf den Weg zum Schiffswrack. Wir stehen noch unter dem Einfluss des eben Erlebten als wir das Wrack in der Ferne schon sehen. 15 Kilometer im Südwesten von Kuredu liegen zwei alte Wracks nur 50 Meter voneinander entfernt in 30 Meter Tiefe auf weißem Sand. Das eine liegt flach auf der Seite, das andere lehnt mit dem Heck in 30 Meter Tiefe aufrecht an einer Korallenwand und ragt mit dem Bug 5 Meter aus dem Wasser heraus. Warum die beiden japanischen Kühlschiffe 1980 mitsamt ihrer Ladung hier versenkt worden waren, ist unbekannt. Die Wracks sind über und über mit Korallen besiedelt und ein Schnorchelgang ist eine aufregende Sache, außer man ist 15 Minuten vorher einer Gruppe Mantas begegnet. Von der Schnorchelgruppe, mit der wir gemeinsam im Wasser sind, entfernen wir uns jetzt ein wenig, da wir schon zu oft von Flossenschlägen getroffen worden sind und weitere Kollisionen vermeiden wollen. Die Strömung am Schiffswrack ist heute nicht so stark wie sonst, und wir können problemlos um das Schiffswrack herumschwimmen. An anderen Tagen ist dies nicht möglich, da die Strömung an der Rückseite des Wracks so stark ist, dass sie einen Schnorchler sofort ins offene Meer ziehen würde. Eine Rückkehr ist dann aus eigener Kraft nicht mehr möglich, es sei denn, ein Boot kann den Ausreißer wieder aufnehmen. 

The Wall

Unser letzter Schnorchelgang führt uns an „The Wall“, ein Riff an einer im Südwesten vorgelagerten Insel, was wirklich wunderschön ist und an dem man stundenlang schnorcheln kann, denn es tauchen immer wieder neue Fische und auch Adlerrochen auf, die zu beobachten kaum langweilig wird. Der Ausstieg aus dem Boot ins Wasser gestaltet sich für eine der beiden beleibten Damen aus London etwas komplizierter, da es nun von der anderen Seite des Bootes ins Wasser geht. Hier gibt es keine Einstiegsleiter. Zwischen Reling und Sitzbank klemmt sie nun, und es gibt weder ein Vor noch Zurück. Die sonst so zurückhaltende maledivische Crew kann sich ein Lachen nicht mehr verkneifen, und die Engländerin versucht, sich mit Dreh- und Schlängelbewegungen aus ihrer Zwangslage zu befreien. Erst mit Mühe gelingt es ihr, frei zu kommen und so ploppt sie wie ein Sektkorken ins Wasser. Die Freude der Crew war groß. Auch der Wiedereinstieg der Dame ins Boot sorgte für große Erheiterung. Gegen 12 Uhr 30 sind wir wieder zurück am Steg und verleben des Rest des Tages in einem  trance-ähnlichen Zustand angesichts der Mantas, denen wir heute begegnet sind.  



Fußball oder: Volkstrauertag auf Kuredu

Die Lieblingssportart der Malediven ist nicht etwa Tauchen oder Schnorcheln, sondern Fußball, Fußball, Fußball. So findet jeden Samstag auf dem inseleigenen Bolzplatz, der eher einem Acker gleicht, ein Fußballspiel zwischen den maledivischen Ressort-Angestellten und einer Touristenauswahl statt.  In dieser Woche sind die Engländer sehr stark vertreten und nach sage und schreibe acht Monaten gelingt einer Touristenmannschaft wieder einmal ein Sieg über die maledivische Heimmannschaft. Mit 4 : 1 fegen wir die Malediver vom Platz, woraufhin das Spiel am darauf folgenden Samstag ein „mixed up“ aus Touristen und Malediver ist. Angeblich sind zu wenig Malediver da, um eine eigenständige Mannschaft zu bilden. Aha.

Nach dem Spiel geht es an die Akiri-Bar, an der sich alle Beteiligten bei ein oder zwei (Frei-)Bier laben und miteinander ins Gespräch kommen. Das wöchentliche Fußballspiel ist eine witzige Sache und schafft zwischen Angestellten und Touristen eine familiäre Atmosphäre.  

Beachparty oder: ein krönender Abschluss

 Es ist Samstagabend, und unser Aufenthalt wird am kommenden Montag zu Ende gehen. Das schwedische Management veranstaltet alle 14 Tage eine Beachparty an der Ostspitze der Insel mit Lagerfeuer, Animation, gegrilltem Fisch und Cocktails der Kuredu-Bar-Mixer.

Es ist schon dunkel als das Lagerfeuer direkt am Strand lodert. Die Animation beschränkt sich leider auf einige „Sauf-Spiele“, die vor allem  bei den englischen Gästen gut ankommen, und auf die ich nicht näher eingehen möchte. Einer der schwedischen Animateure sagt uns hinsichtlich der Animation: „Die Engländer sind gut und einfach zu unterhalten. Gib ihnen ein paar Bier, und du kannst mit denen machen, was du willst!“ Bei den deutschen Gästen gestaltet sich die Animation schwieriger, und das Team auf Kuredu sucht immer noch ein paar gute Ideen.  Da wir bei unserem Aufenthalt auf Animation weitestgehend verzichtet haben, genießen wir an diesem Abend einfach nur die Atmosphäre am Strand, plaudern mit den Bekanntschaften, die wir auf der Insel in der Zwischenzeit gemacht haben und lassen unseren Urlaub schon ein wenig Revue passieren. So wird es heute nicht besonders spät und wir sitzen, wie an fast jedem Abend zu vorangeschrittener Stunde, vor unserem Bungalow. Dort trinken wir als Absacker noch ein Dosenbier und gehen dann schlafen.

 Abreise oder: die Sache mit dem Pool

Zum Thema Urlaub auf Kuredu gibt es noch eine Sache, die ich hier noch nicht erwähnt habe. Der Swimming-Pool. So ein Pool ist ja eine feine Sache, wenn man kein Fan von Salzwasser ist. Ich selbst habe am letzten Tag vor unserer Abreise ca. fünf Minuten im Pool verbracht. Ich bin auch nur deshalb in den Pool gestiegen, um jetzt und hier davon berichten zu können. Das Schwimmen im Pool ist vergleichsweise anstrengend, da der Salzgehalt im Meerwasser einen bessern Auftrieb bietet und das Schwimmen viel angenehmer macht. Das Süßwasser zieht einen förmlich nach unten.

Abgesehen davon: Wer Poolurlaub machen möchte, kann auch ans Mittelmeer fahren. Wer sich als All-Inclusive-Gast dabei noch die Birne zudröhnen möchte, kann auch ans Mittelmeer fahren. Und Menschen, die vierzehn Tage mit Bier und Walkman am Pool sitzen, „damit sie das Meeresrauschen nicht hören müssen“ (O-Ton: Anne)  bleiben am Besten ganz zu Hause. Ansonsten, wer´s mag – ok!

Eher von Kokosnuss erschlagen als vom Hai gebissen

Wer aber nicht mindestens einmal seinen Kopf unter Wasser gesteckt hat, nur um mal zu sehen, was dort unten los ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen und kann ebenfalls getrost zu Hause bleiben. Das Geld für eine solche Reise ist einfach zu schade. Menschen mit Phobien, wie Klaustrophoben, Arachnophoben und sonstige Angstgestörte, die aus irgendwelchen Gründen den Schritt ins Wasser nicht wagen, sei an dieser Stelle gesagt, dass das größte Risiko auf den Malediven darin besteht, von einer herabfallenden Kokosnuss erschlagen zu werden. Welche Konsequenz daraus jeder Einzelne zieht, bleibt jedem selbst überlassen….

Zugegeben, es ist unser erster Maledivenurlaub und andere Urlauber setzen andere Prioritäten, aber für uns ist es bestimmt nicht der letzte Urlaub auf den Malediven gewesen, und wir haben Lust auf „Meer“. Wir können diese Insel unbedingt weiter empfehlen und haben keinen Grund, über irgendetwas während unseres Aufenthalts zu meckern.

 Es ist Montag, der 29. Januar 2001, 16. 15 Ortszeit, als die Boeing 767-300 nach knapp neun Stunden Flugzeit in Hamburg aufsetzt. Die Maschine – Flug LT 745 – ist sicher gelandet. 

Februar 2001
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