Musikszene Karlsruhe: Fragen an den ehemaligen Seán Treacy – Bassisten Michael Bär

„Der Bär“ auf neuen Pfaden


Er begleitet mich schon mein ganzes Leben. „Der Bär“ – mein „kleiner“ Bruder, der musikalisch mittlerweile ein ganz Großer geworden ist. Umso mehr freue ich mich, auf meinem Blog heute das erste Interview nach seiner Trennung von der  Seán Treacy – Band veröffentlichen zu dürfen, in dem er die Vergangenheit Revue passieren lässt und uns einen Blick in seine musikalischen Zukunftspläne gewährt. Dass ich damit auch seinen neuen Web-Auftritt promoten möchte, versteht sich von selbst.

„…persönlich in eine andere Richtung entwickelt…“

lifestyle50plus.blog: Fast 19 Jahre hast Du mit der Seán Treacy Band auf der Bühne gestanden. Du warst fester Bestandteil der überregional bekannten Gruppe. Mit bassbaer.de beschreitest Du nun neue Pfade. Orientierst Du Dich neu?

Michael Bär: In den vergangenen 18 Jahren habe ich sehr viel Live-Erfahrungen als Bassist und Sänger bei über 2000 gespielten Konzerten sammeln dürfen. Es waren einige Highlights dabei, wie z.B. das Konzert mit Fish (Marillion), Konzerte mit Stoppok, die vielen Auftritte im In- und Ausland, sowie die Arbeit mit dem Eagles Projekt „The Treagles“. Es waren tolle Erlebnisse, und ich möchte diese Zeit nicht missen. Dennoch – jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen neue Wege zu beschreiten. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass ich mich persönlich in eine andere Richtung entwickelt habe, wie meine langjährigen Mitmusiker.  Nun habe ich mich dazu entschlossen, mich von der Band zu trennen, um die Möglichkeit zu haben, mich voll auf meine neuen Projekte zu fokussieren und sie voranzubringen. Der volle Terminkalender der Sean Treacy Band hat mich da zu sehr eingeschränkt.

 lifestyle50plus.blog: Du giltst als einer der begehrtesten Bassisten der Region. Deine schnelle Auffassungsgabe und die perfekte Umsetzung  neu einstudierter Songs sind Dein außergewöhnliches Markenzeichen. Welche künstlerischen Kooperationen magst Du besonders?

Michael Bär: Ich bin im Prinzip für fast alle musikalischen Kooperationen offen. Ich möchte auf jeden Fall als Musiker flexibel bleiben. Das heißt , dass ich sowohl als Solokünstler mit Akustik-Gitarre und Gesang auftreten werde, als auch als Sänger und Bassist in verschiedenen Formationen spielen möchte. Ich sehe mich in erster Linie als Bassist und Sänger und fühle mich im Rock-Pop-Genre am wohlsten. Aber ich freue mich prinzipiell über jede Anfrage, die reinkommt.

 lifestyle50plus.blog: Im Juni dieses Jahres hast Du geheiratet. Nochmals Glückwunsch an dieser Stelle. Steffi (Mädchenname: Spingies) ist wie Du Musikerin und hat an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim studiert. Gelegentlich tretet Ihr auch gemeinsam auf. Werden wir Euch zukünftig öfter zusammen auf der Bühne sehen, oder macht jeder weiterhin „sein Ding“?

Michael Bär: Danke 🙂 Ich schätze Steffi zum einem als Sängerin und Gitarristin, sowie als Songwriterin sehr. Das sage ich nicht nur, weil sie meine Frau ist. Ich kenne sie bereits seit 6 Jahren und wir hatten von Anfang an das  Gefühl, dass wir musikalisch sehr gut zusammen passen. Wir haben gelegentlich Auftritte im Duo oder im Trio als „Bär & Bärta“. Außerdem sind wir dabei, eigene deutschsprachige Songs zu schreiben und zu veröffentlichen. Abgesehen davon hat aber jeder weiterhin seine eigenen Projekte und Bands.

 lifestyle50plus.blog: Mit mehreren veröffentlichten CDs hast Du schon reichlich Studio-Erfahrung. Ist demnächst mit einem Solo-Album zu rechnen?

Michael Bär: Ein Soloalbum ? Nein, das ist zunächst nicht geplant. Vielleicht schaffe ich das irgendwann einmal. Wie bereits erwähnt , schreiben Steffi und ich gerade neue eigene Songs für unser neues deutschsprachiges Projekt, das in Richtung Rock/Pop mit Countryeinflüssen geht. Diese Songs sollen in naher Zukunft auf jeden Fall aufgenommen werden. Wir sind da gerade auf der Suche nach einem passenden Produzenten, der uns dabei hilft, unsere Ideen umzusetzen. Wir hoffen damit viele Menschen erreichen zu können, die auf gute, authentische handgemachte Musik stehen.

 lifestyle50plus.blog: Welche Projekte stehen aktuell an und was wünschst Du Dir für Deine musikalische Zukunft?

Michael Bär:  Zur Zeit bin ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ich möchte versuchen, weiterhin oft aufzutreten und (neue) Kontakte zu anderen professionellen Musikern pflegen und will mich als Musiker persönlich weiterentwickeln und neue Wege gehen. Ich arbeite zudem an einer kleinen, aber feinen privaten Musikschule in Stupferich – die Nova Musicschool. Dort gebe ich Gitarrenunterricht und versuche meine Erfahrungen als Musiker an andere Leute weiterzugeben. Ich bin sehr dankbar, dass ich den Beruf als Musiker ausüben darf und hoffe, dass ich das noch sehr lange machen kann. Es ist und bleibt mein Traumberuf.

 lifestyle50plus.blog: Vielen Dank für das Interview! Alles Liebe und Gute für Deine Zukunft und viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg!

Hier könnt Ihr den „Bassbär“ buchen oder folgt ihm auf Facebook

 

Fotos © Jörg Höger

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