GARMIN Forerunner 235 im Schnelltest

GARMIN Forerunner 235 vs. AppleWatch




Meine Applewatch (Gen.1)  habe ich letzte Woche gegen eine GARMIN Forerunner 235 eingetauscht und auch schon meine ersten Trainingseinheiten damit absolviert. Um es kurz zu machen: Bombe, das Ding! Sie hat alles, was mein Läuferherz begehrt. Und alles, was mit der AppleWatch nicht möglich war, lässt sich mit GARMIN realisieren. 

Meine Ansprüche an das Lauftracking wurden mit der Zeit einfach größer

Dabei lag es nicht am fehlenden GPS-Modul der „alten“ Apfeluhr. Ich laufe sowieso immer mit Handy. Was mich einfach nervte, war das komplizierte Programmieren von einfachen Trainingseinheiten. Da kamen die Uhr und die die gute Runtastic-App an ihre Grenzen. Der GARMIN-Tracker lässt sich über das Internet oder über die zugehörige App „GARMIN-Connect“ so programmieren, dass sämtliche Trainingsabschnitte zuverlässig an der Uhr per Vibration und optisch auf dem Display signalisiert werden. Da kannst Du problemlos die komplexesten Intervalle aneinanderhängen, der Tracker spult das genauso runter. Gut, laufen musst Du aber schon noch selbst. 

Zweitens: so toll das kapazitive Display der AppleWatch auch sein mag, für das Lauftraining taugt das einfach nichts. Wie oft wischte ich nach dem Ende einer Trainingseinheit wie ein Verrückter über das kleine Uhrenglas, bis es in meinem Kopfhörer endlich hieß „Aktivität beendet“. Da wurden aus einer Pace von 5:30 am Ende mal schnell 6 oder 6:30 min/km. Wenn ich dann das Training nicht endgültig auf der Uhr gespeichert hatte, und stattdessen das iPhone bediente –  konnte ich die nächste Laufeinheit erst dann wieder beginnen, wenn ich Runtastic zuvor auf der AppleWatch deinstalliert und dann erneut installiert hatte. Die Runtastic-Software auf der Uhr hat sich unzählige Male so aufgehängt, dass dies immer die finale Lösung war. Meine Ansprüche wurden mit der Zeit einfach größer.

Bei Regen ging mit der AppleWatch gar nichts mehr

Nicht nur, dass die Uhr aus dem Hause Apple gar nicht wasserdicht war, bei Regen musste man aufpassen, dass der elektronische Apfeltracker keinen Wasserschaden nahm. Nun war unser Sommer in diesem Jahr nicht gerade ins Wasser gefallen, dennoch verfügte ich offenbar nicht über die erforderliche Feinmotorik, um das Uhrendisplay angemessen zu touchen. Besonders, wenn ich regennasse oder schwitzige Finger hatte, versuchte ich, diese schon 1 km vor dem Ziel in einen angemessenen Trockenzustand zu bringen, so dass ich zielgenau Zeit und Distanzen stoppen konnte. Meist vergeblich. 

Sport-Tracking wird bei Apple zu stiefmütterlich behandelt

Was sollte eine andere Laufuhr nun bieten? Na eben das, was die Forerunner kann.  😉 Die Sportapplikationen über die AppleWatch sind ganz „nett“, aber wie jeder seit Dieter Bohlen weiß „Nett ist die kleine Schwester von Sch…..“ Die Apfeluhr reicht für gelegentliche Freizeitläufe, aber nach 2 Jahren Laufen und Ambitionen auf den Halbmarathon und eventuell mehr, erwarte ich auch einfach mehr. 

Großes Display

Für so einen alten Blindfisch wie mich, ist es von großem Vorteil, während meiner Laufeinheiten auch ohne Brille etwas auf dem Display der Uhr sehen zu können. So lassen sich in verschiedenen, selbst programmierten Feldern, alle relevanten Daten während des Laufs anzeigen. Auf Knopfdruck wechselt das Display zuverlässig die Anzeige. Je nach persönlichen Präferenzen – und Sehvermögen – lassen sich bis zu 4 frei programmierbare Felder auf einen Blick anzeigen. Oder eben nur ein oder zwei.

 

Statistiken

Für Freunde von ausführlichen Statistiken ist die Forerunner 235 ein echter Leckerbissen. Dabei lassen sich die Auswertungen nicht nur direkt auf dem Tracker anzeigen, sondern wahlweise auch in der HandyApp von „GARMIN-Connect“ oder nach dem Login auf der Webseite von GARMIN. Die Daten und Fakten kommen eben auch auf der Uhr übersichtlich daher und motivieren für weitere Ziele. Angaben zur VO2max oder eine Laufprognose sucht man beim Apple Device vergebens.

Echte Tasten statt Touchdisplay

Der Vorteil robuster Tasten im Gegensatz zum berührungsempfindlichen Bildschirm wird kaum irgendwo so deutlich wie bei einer Laufuhr. Start- und Ziel lassen sich so eindeutig und zuverlässig  – eben auf Tastendruck -bestimmen. Die Darstellung der relevanten Datenfelder lassen sich auch während eines Laufes gezielt auf Knopfdruck abrufen und bei Bedarf die Ansicht ändern. Das Fehlen der kapazitiven Touchfunktion sehe ich in diesem Fall nicht als Nachteil, sondern ganz im Gegenteil als großen Vorteil gegenüber dem teilweise hektisch haptischen Gewische über das Uhrenglas des Apfeltrackers. Oft blieben nur unschöne Wischspuren zurück, ohne dass die Software der Uhr irgendwie reagierte.

Wasserdicht

Regen, Schnee und Eis können der GARMIN Forerunner235 nichts anhaben.  Von -20 C° bis + 60 C° soll das elektronische Helferlein zuverlässig seine Dienste verrichten. Der Hersteller empfiehlt sogar, die Uhr nach jedem Lauf  mit klarem Wasser gut abzuspülen. Ja, und Schwimmen war ich auch schon damit. Allerdings ist es mir noch nicht gelungen, die erforderliche App auf das Gerät zu bringen.

Synchronisierung und ZusatzApps

Die Synchronisierung der Uhr mit dem Handy oder dem DesktopPC lässt sich schnell und zuverlässig bewerkstelligen. In wie weit passende Apps aus dem ConnectIQ Store irgendeinen elementaren Zusatznutzen bringen, kann ich noch nicht sagen. Auf den ersten Blick sehe ich für meine eigenen Bedürfnisse keine Notwendigkeit, irgendetwas hiervon downzuloaden. Einzig das WatchFace mit dem Namen GearMin habe ich aus dem Store heruntergeladen und auf meiner Uhr installiert. Es beinhaltet auf einen Blick alles, was wichtig ist. Außerdem lassen sich die Optik und die Datenfelder individuell gestalten, je nach Gusto. Zum Download von GearMin geht es hier.

Fazit

Noch lange ist über die Forerunner 235 nicht alles gesagt. Doch viele Dinge sind für mich einfach nicht relevant, weshalb ich mich auf das beschränke, was mir persönlich wichtig war. Für den anderen großen Rest an Funktionalität gibt es das große Handbuch, dass Du hier als PDF herunterladen kannst. Im Ergebnis lässt sich sagen, dass sich der Wechsel zur GARMIN Forerunner 235 auf jeden Fall gelohnt hat und ich bin schwer motiviert, mich gut auf die anstehenden Laufevents vorzubereiten.

Zu guter Letzt: GARMIN-Laufgruppe „lifestyle50plus“

Für Lauffreunde, die schon einen Account bei GARMIN haben, habe ich jetzt eine LIFESTYLE50PLUS-Gruppe erstellt, der natürlich Menschen JEDEN Alters beitreten können. Ich freue mich auf rege Beteiligung und einen tollen Austausch. Es geht nicht um Höchstleistungen und Bestzeiten, sondern um den Zusammenhalt und Austausch als Freizeitsportler. Klickt einfach auf diesen Link und tretet ohne weitere Anmeldung bei. Ich freue mich auf Euch! 


Fotos: © Daniel Bär / © www.garmin.com



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