Wenn´s dem Hund mal pressiert…

Nimm mich jetzt auch, wenn ich stinke

Ein Haufen Hunde läuft tagtäglich an unserem Haus vorbei. Und eigentlich dachten wir, es geht ohne die verhassten Verbots- oder Hinweisschilder, mit denen so mancher eindeutige Signale in die Welt sendet, wer hier das Sagen hat und wo die sprichwörtliche Grenze ist. Aber heute hatte ich wirklich einen schlechten Tag. Kaum im Auto, begann es mit steigender Innentemperatur dort unsäglich zu stinken. Bei meiner Ankunft am Arbeitsplatz wurde schnell klar warum. Die Hinterlassenschaften eines Hundes, der sich genüsslich vor unserer Garageneinfahrt entleert hat, klebten an meinem Schuh und verteilten sich auf der Matte im Fußraum. Da hatte ich am Montagmorgen schon gleich richtig gute Laune. So stinkend konnte ich unmöglich das Büro betreten. Also musste ich mit den vorhandenen Bordmitteln zunächst mal meine Schuhe von dem stinkenden Zeug befreien und von der Fußmatte die abgestreiften Reste entfernen. Die Matte selbst legt ich zum „Entlüften“ erst mal unter das Auto, um zu verhindern, dass ich auf dem Nachhauseweg wegen Übelkeit einen Not-Halt einlegen muss. In meiner Mittagspause räumte ich um meinen Stellplatz weiter auf und entfernte die benutzten und zusammengeknüllten Wischtücher, die ich noch schnell unter die Hinterreifen meines Autos geklemmt hatte.

Der Nachhauseweg war nur mit geöffnetem Fenster erträglich und dort angekommen, ging die Auswascherei der Schweinerei gerade weiter.

Nur mal vorab: Der Großteil der Hundebesitzer hier im Ort verhält sich vorbildlich, was das Entfernen des Hundekots auf Strassen und öffentlichen Grünflächen angeht. Das kann ich quasi vor unserer Haustüre beobachten.

Auch gute Erfahrungen

Ich bin außerdem oft als Läufer im örtlichen Wald unterwegs. Alle Hundebesitzer, die sich mit ihren Tieren im Wald aufhalten und denen ich im Laufschritt begegne, schirmen ihr Tier ausreichend ab, so dass ich nie das Gefühl habe, Herrchen oder Frauchen könnten die Kontrolle über ihren Hund verlieren. Schon mal Danke dafür, denn ich habe früher nicht nur gute Erfahrungen mit Hunden gemacht.

Leider sehe ich mich mittlerweile trotzdem gezwungen, eines dieser lächerlichen „Hier ist kein Hundeklo!“-Schild an unserer Garage anzubringen. Auch wenn unsere Garagenauffahrt (noch) nicht so vorbildlich gepflastert ist, wie anderswo, sollte es doch klar sein, dass die Grünfläche davor – auch wenn sie dafür durchaus geeignet erscheint – nicht das „Stille Örtchen“ ist, wofür besagte Herrchen oder Frauchen es halten mögen.

Bitte!

Deshalb meine höfliche Bitte: Sofern es das Tier doch nicht mehr bis in den Wald schaffen sollte – was ja biologisch durchaus nachzuvollziehen ist  (geht uns Zweibeinern ja manchmal ähnlich) – seien Sie wenigstens so freundlich und benutzen Sie – wie die meisten Ihrer Hundehalterkolleginnen und -kollegen einen Kotbeutel, um die Hinterlassenschaft vor der privaten Garagenzufahrt zu entfernen. Kleiner Tipp: Die gibt´s schräg gegenüber bei der Telefonzelle am Festplatz. Vielen Dank!


Bildnachweis: Daniel Bär©



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