Evalu.run – Laufsensoren: Dauerlauf (Teil 2)

Erste Trainingseinheit: Dauerlauf

Nachdem ich die Laufsensoren von evalu.run weiter getestet habe und meinen Einstufungslauf erfolgreich absolviert habe, ging das eigentliche Coaching jetzt erst los. Im heutigen zweiten Teil geht es um meine Erfahrungen mit der Trainingseinheit Dauerlauf. Wer noch einmal lesen möchte, mit welchem technischen Schnickschnack ich mich hier beschäftige, dem empfehle ich die Lektüre aus meinem ersten Teil.

Wer nach dem Einstufungslauf die App wieder startet, erhält von seinem digitalen Coach den Vorschlag für die nächste Trainingseinheit. In meinem Fall war das der Dauerlauf.

Einstellungen

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Ihr könnt den Vorschlag des Coaches so übernehmen oder die Parameter selbst wählen. Da ich meine Pace auf 10 km in etwa weiß, habe ich die Einstellung dahingehend angepasst. Die Bereiche sind großzügig und tolerant einstellbar, so dass jeder seine individuellen Werte finden sollte. Wer mehr als 75 Minuten laufen möchte, muss die Trainingseinheit Langer Dauerlauf auswählen. 

Undefinierbare Signale im Ohr

In meiner grenzenlosen Ungeduld bin ich nach dem üblichen Prozedere, also nach dem Einschalten der Laufsensoren, Heben des linken Beins, Heben des rechten Beins usw. gestartet. Mein digitaler Laufcoach hat mir zu Beginn des Laufes über die Kopfhörer ein paar Infos zum Verlauf der Einheit zugerufen, von denen ich wieder mal nur die Hälfte mitgekriegt habe. Ich sollte mich 5 Minuten warmlaufen, bevor ich eine erste Rückmeldung zu meinem Lauftempo erhalten sollte. Mit Musik im Ohr ging es los. Nach 5 Minuten hörte ich dann Tonsignale, die ich zunächst dem gerade laufenden Song über Spotify zugeordnet hatte. Als beim nächsten Lied die Töne nicht aufhörten, wurde ich doch etwas nervös. Außerdem begann es zunehmend zu nerven, denn die kurze Tonfolge – ein höherer und dann ein tieferer Ton – wiederholte sich alle paar Sekunden.

Akustische Folter

Es störte mich ungemein. In mir stiegen langsam Aggressionen auf. Die Vorstellung, mir in den kommenden 60 Minuten diese undefinierbaren Tonsignale anhören zu müssen, erinnerte mich an Geschichten aus den Geheimgefängnissen der Vereinigten Staaten. Dort soll es grausame Foltermethoden geben, um Geständnisse zu erpressen. Schlafentzug oder simuliertes Ertrinken, auch Waterboarding genannt. Endloses Tropfen von Wasser auf den Kopf oder unregelmäßige Stromschläge in den Körper. Nichts davon tötet, aber es macht dich wahnsinnig. Also stoppte ich den Lauf, um diese nervenzerfetzenden Tonfolge auszuschalten. Glücklicherweise befindet sich auf der Evalu-App rechts oben im Display das Lautsprechersymbol, so dass ich die Töne schnell abschalten konnte. Es war eine Wohltat.  Was es letztlich damit auf sich hatte, dazu komme ich später.



Erste Lauftipps nach der Hälfte der Zeit

Etwa alle 10 Minuten meldete sich mein Coach mit der aktuell gelaufenen oder noch zu laufenden Zeit. Nach etwa der Hälfte der gewählten Trainingszeit begann der Coach damit, mir ein Feedback und einen Tipp zu meinem Laufstil zu geben. Bei diesem Lauf erhielt ich heute den guten Hinweis, meine Schultern etwas zu lockern, aufrechter zu laufen und darauf zu achten, mit meinen Füßen einen bewussten „Fußabdruck“ auf dem Weg zu hinterlassen. Tatsächlich wurde mein Lauf dadurch ökonomischer und deutlich weniger anstrengend. Auch wenn mich die Konzentration auf die Laufstiländerung etwas Pace gekostet hatte. Im Ergebnis war ich sehr zufrieden und auch die Symmetrie des Fußaufsatzes schien sich zu verändern.

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Der Pace-Guide

Nachdem ich Hannes, meinem Coach, mein Leid über die Foltertöne geklagt hatte, wies er mich darauf hin, dass es sich dabei um den elektronischen Pace-Guide handelt. Die Infos zur Bedeutung der Tonsignale werden am Anfang des Laufes erläutert, sagte mir Hannes. Das muss wohl die Stelle gewesen sein, an der ich vor lauter Vorfreude und Aufregung nicht aufgepasst hatte. Bevor ich mich in Details dazu verliere, hört euch die Original- Einführung zum Pace-Guide am besten selbst an:

Fazit

Den Pace-Guide habe ich in den folgenden Dauerläufen dann bewusst verwendet. Er hilft dir, auf ein ausgewogenes Lauftempo zu achten. Noch immer habe ich ein Problem damit, dass ich meine Läufe viel zu schnell beginne und zum Ende hin langsamer werde. Der Pace-Guide bietet dazu eine gute Hilfe. Oft schätze ich meine Geschwindigkeit schlichtweg falsch ein und bin viel schneller als ich denke, manchmal aber auch viel langsamer. Im nächsten Teil werde ich über meine Erfahrungen beim Schwellentraining mit evalu.run berichten. Folgt mir per Mail oder Facebook, um nichts zu verpassen.

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