Evalu.run – Laufen mit Schuhsensoren (Teil 1)

Schon mal Einlegesohlen per USB aufgeladen?



Ein digitaler Laufcoach. Da haben sich Maximilian Gloel, Gründer und Marketingchef der evalu GmbH aus München viel vorgenommen. Ihr wißt ja, ich bin ein Technikjunkie. Ich tracke alles: Strecke, Pace, Geschwindigkeit, Herzschlag, ja sogar mein Essen habe ich schon getrackt. Was aber leisten Sensoren in Einlegesohlen? Das wollte ich unbedingt herausfinden. Dabei stieß ich auf die Tüftler von evalu.run. Max und sein Team waren so freundlich, mir ihre Innovation zum Testen zur Verfügung zur stellen. Mein nächstes Laufziel ist klar. Im September will ich beim Baden-Marathon in Karlsruhe den Halbmarathon rocken. Erst einmal geht es nur ums Finishen. In wie weit ich mir ein konkretes Zeitziel setzen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht kann mir evalu.run dabei helfen herauszufinden, mit welcher Zeit ich den Zieleinlauf schaffen kann.

Hobbyläufer

Auf diese Reise zu  meinem Laufziel werde ich Euch mitnehmen. Und nochmal: ich bin Hobbyläufer, kein oberverrückter Marathoni, der utopische Finisherzeiten anstrebt und dessen Lebensinhalt einzig darin besteht, einen Marathon unter 3 Stunden zu laufen. Ohnehin stehen erst einmal ein Halbmarathon und viel Lauftraining an.  Vor diesem Hintergrund starte ich diese Artikelserie. Mindestens vier Blogartikel sind geplant. Dabei berichte ich ausführlich über meine Erfahrungen mit den Laufsensoren.

Ökonomischer laufen mit Laufsensoren?

Ende August 2016 habe ich mit dem Laufen angefangen. Dass ich einmal 10 km am Stück laufen würde, hätte ich damals nie zu träumen gewagt. Jetzt habe ich mich sogar für meinen ersten offiziellen Halbmarathon angemeldet. Dabei geht es mir mehr um die Strecke als um die Geschwindigkeit. Letztere verbesserte sich im Laufe der Zeit wie von selbst, so dass ich nun doch einen gewissen Ehrgeiz für meine persönliche Pace entwickelte ohne sie jedoch zu stark zu priorisieren. Was mich mit der Verwendung der Laufsensoren erwarten wird, ist mir nicht ganz klar. Ich erhoffe mir mehr Infos zu meinem Laufverhalten im Allgemeinen und ein paar Tipps, an welchen Stellschrauben ich drehen könnte, um effizienter und ökonomischer zu laufen. 

Erstmal die EvaluApp downloaden (aktuell nur für iOS/iPhone)

Die Spannung stieg. Vorab habe ich mir im AppStore die zugehörige Evalu-App heruntergeladen und schon mal ohne Sensoren geguckt, was sie so zu bieten hat.  

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Registrierung

Neugierig wie ich bin, habe ich die App soweit durchforstet, bis ich an die Stelle gekommen bin, an der ich meine Laufsensoren verbinden sollte. Ich musste also tatsächlich abwarten, bis das Päckchen mit dem High-Tech-Inhalt bei mir ankommen sollte. Ich wollte gut vorbereitet sein. Also habe ich die Registrierung vorgenommen, damit ich ohne Verzögerung starten kann. Vorab gab ich hier ein paar Eckdaten zu meinem Laufverhalten und meinem Laufziel an. Ein Klick auf die Bestätigungsmail und ich war registriert. 

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Das Päckchen mit de Sensoren ist da

Die Spannung stieg noch mehr als endlich das Päckchen mit den Laufsensoren ankam. Im Vorfeld wurde ich per Mail von evalu freundlich über den Versand der Sensoren informiert und als Mitglied des evalu-Teams begrüsst. Wie angekündigt wurden die elektrifizierten Sohlen pünktlich geliefert. Die Reise konnte jetzt beginnen. Behutsam legte ich die Sensoren frei und setzte sie über meinen Laptop direkt unter Strom, um sie aufzuladen. Eine Szenerie wie aus einem Science-Fiction-Film: Einlegesohlen auf dem Tisch, die über einen Computer aufgeladen werden. Würden meine Großeltern noch leben und hätten sie das gesehen, hätte ich Stunden gebraucht, um sie davon zu überzeugen, dass mit mir geistig alles in Ordnung ist. 

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Installation

Kaum zwei Stunden später, leuchteten die LED grün, was signalisierte, dass ich endlich loslegen konnte.  Für die nächsten 300 Stunden, so das Versprechen von evalu, sollten die Akkus jetzt halten. Ich bin gespannt. Für den nächsten Tag hatte ich meinen ersten Lauf geplant. Nur noch einmal schlafen 🙂 Am nächsten Morgen hieß es: Sohlen einlegen. Das Prozedere verlief eher unspektakulär. Die beiden Teile passten wie angegossen in die Schuhe. Meine Befürchtungen, die Sohlen würden den Platz für meine Füße einschränken, waren unbegründet. Die Schnürsenkel sollten gebunden sein, bevor das Sensorgehäuse am Schuh fixiert wird. 

Die Trainingseinheiten

Bevor es mit dem Einstufungslauf losgehen konnte, mussten die Sensoren mit der App verbunden werden. Auf das Zusammenspiel der Anwendung mit meinen anderen Apps, die ich beim Laufen verwende, war ich sehr gespannt. Insbesondere wollte ich beim Laufen mit evalu nicht auf meine geliebte Musik über Spotify verzichten und auch nicht auf das Tracking über Runtastic. Das erforderte nun doch einiges an Koordination, um alles möglichst gleichzeitig zum Laufen zu bringen 😉 Mein Hauptaugenmerk lag jedoch auf evalu und einen reibungslosen Einstufungslauf. Die App unterscheidet sechs unterschiedliche Trainingseinheiten: 

  • Dauerlauf
  • Langer Dauerlauf
  • Intervalltraining
  • Schwellentraining
  • Einstufungslauf
  • Freier Lauf

Auf die Trainingseinheiten werde ich im Laufe dieser Blogartikelserie noch im Einzelnen genauer eingehen. Voraussetzung für alle Trainingseinheiten ist zunächst die Durchführung des Einstufungslaufes.



Sensoren verbinden

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Der Einstufungslauf 

Sensoren verbundenDas Verbinden der Sensoren funktionierte tadellos. Bei Aufforderung einfach die entsprechenden Sensoren drücken und im Nu sind die Sohlen mit der App verbunden. Blutooth am Handy natürlich vorher einschalten. Amüsant ist die minimalistische Darstellung des Strichmännchens, welches zum Abschluss des Verbindungsvorgangs auffordert, einmal das linke Bein und dann das rechte Bein kurz anzuheben 🙂 Endlich konnte es losgehen. Kabellos „verdrahtet“ mit iPhone, Apple Watch, Headphones, Laufsensoren und den aktivierten Apps Evalu,  Spotify und Runtastic startete ich in mein erstes Laufabenteuer. Mein weiblicher Coach gab mir über Kopfhörer klare und verständliche Informationen zum Ablauf der ersten Einheit. Erfreulicherweise funktioniert Spotify mit evalu reibungslos. Sobald über evalu Anweisungen kommen, wird die Musiklautstärke abgesenkt. Top! Der Tragekomfort der Sohlen lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Sie passen, sitzen fest und rutschen keinen Millimeter. Ich habe das Gefühl, als säßen die Schuhe besser als sonst. 

3 Minuten einlaufen, 1 km Dauerlauf, 1 km Sprint, Auslaufen

Zu Beginn wurde ich aufgefordert, mich locker drei Minuten einzulaufen, bevor der erste Kilometer im Dauerlauftempo zu absolvieren war. Über den Sprachcoach wurde ich regelmäßig über die bereits absolvierte und über die noch zu absolvierende Zeit/Strecke informiert. Auch über den Wechsel der Einheiten bekam ich rechtzeitig Anweisungen, so dass ich nie unvorbereitet die nächste Stufe zünden musste. Der Sprint hatte es nämlich in sich. Nach 700 Metern erhielt ich für die letzten 300 Meter die Anweisung „Gib alles!“ Da sagte ich kurz zu mir selbst „Ich dachte, ich gebe schon alles!“ und spurtete, was meine Beine noch hergaben. Geschafft! Während evalu ankündigte, in den nächsten Minuten das Laufergebnis zu berechnen, trabte ich locker weiter und machte anschließend meine üblichen 10 Kilometer in meinem mir eigenen Tempo voll. Evalu trackt im Einstufungslauf nur die ersten 15 Minuten. 

Die Laufanalyse über die App

Die Auswertung über die App lieferte Strecke, Minuten ohne Bodenkontakt und die  Symetrie meines Laufs. Ein Pacediagramm fehlte, was ich auf Konflikte mit der RuntasticApp zurückführte. Hier hatte sich die Software irgendwie  verhakt, so dass ich eine Neuinstallation vornehmen musste. Ob daran evalu Schuld war, kann ich bis jetzt noch nicht sagen. Das Thema werde ich aber noch einmal aufgreifen.

Die Laufanalyse von Coach Hannes

Einen Tag später meldete sich Coach Hannes vom Team evalu persönlich via Mail bei mir und teilte mir seine Einschätzung mit. Zudem schickte er mir eine ausführliche grafische Laufanalyse im PDF-Format. Diese Auswertung hat mich sehr beeindruckt. In der detaillierten Laufauswertung stellen die Laufsensoren ihre außerordentliche technische Stärke unter Beweis:

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Fortsetzung folgt…

Wer nach dem Einstufungslauf die evalu-App erneut aufruft, bekommt vom digitalen Coach anhand der vorliegenden Auswertung die nächste Trainingseinheit vorgeschlagen. In meinem Fall schlug der Coach einen „lockeren Dauerlauf“ vor. Was es mit dieser Trainingseinheit auf sich hat, wie meine Erfahrungen waren und ob sich in meinem Laufverhalten etwas verändert hat, lest Ihr im zweiten Teil dieser Serie. Folgt mir per Mail oder auf Facebook, um nichts zu verpassen. 

 

Dauerlauf

Fortsetzung folgt…

Zur Homepage von evalu.com


Fotos: © Daniel Bär / evalu GmbH

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2 comments

  1. Dani - Antworten

    Das klingt echt spannend! Cooles Produkt! Ich bin schon auf deine nächsten Berichte gespannt! Liebe Grüße Dani

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